Kennt ihr die Geschichten von Leon und Jelena? Leon und Jelena gehen in die Kita. In den 5 Heftchen der Bertelsmann Stiftung geht es um ihren Alltag dort, und darum, wie sie in ihrer Einrichtung mitbestimmen und sich einbringen können. Wir durften drei Geschichten lesen und Sophia ist ganz begeistert. Im Moment möchte sie am liebsten immer diese Geschichten vorgelesen bekommen! Bestimmt findet sie Leon und Jelena auch deshalb so spannend, weil sie ja selbst seit ein paar Monaten in den Kindergarten geht. Wie das dort mit Mitbestimmung ist, möchte ich heute auch erzählen.

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Wir haben uns die Geschichten „Der neue Kletterturm“, „Die Hundehaufen im Park“ und „Die Matschhose muss weg“ angesehen. In der ersten Geschichte geht es um ein altes Klettergerüst, das ersetzt werden muss. Dabei dürfen Leon, Jelena und die anderen Kinder eigene Ideen einbringen. In der nächsten Geschichte können die Kinder nicht auf der Wiese im Park spielen, weil überall Hundehaufen liegen. Hier finden sie eine tolle Lösung mit Hilfe ihrer Erzieherin. Und in der Matschhosen Geschichte wird erzählt, dass man die störende Hose nicht einfach weglassen kann, sondern sich auch Gedanken um dreckige Klamotten machen und selbst Verantwortung übernehmen muss. Alle Geschichten zeigen, wie es in einem Kindergarten zugehen könnte, wenn die Kinder die Möglichkeit bekommen, sich einzubringen und mitzuentscheiden.

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Fazit

Die Heftchen sind echt schön zu lesen und Sophia mag sie wirklich gern. Als Mama einer Dreieinhalbjährigen weiß ich nicht, in wie weit sich die Ideen aus den Geschichten tatsächlich umsetzen lassen. Manche Dinge, wie das Kindergartenparlament sind bestimmt eher etwas für die Älteren, die bald in die Schule kommen. Ich glaube nicht, dass Dreijährige sich da schon in dem Umfang einbringen könnten. Bei anderen Dingen, wie z.B. zu überlegen was ein neues Klettergerüst alles abdecken soll, würde Sophia aber sicherlich auch Engagement zeigen! Ich finde es gut, dass in den Geschichten die Kinder zum Nachdenken angeregt werden, aber auch angeleitet und unterstützt werden.

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Sophia ist inzwischen gut im Kindergarten angekommen. Die ersten Tage der Eingewöhnung liefen gut, danach kam ein bisschen eine Durststrecke. Zuhause hatte ich einen ausgewachsenen Trotzkopf herumtoben, und in den Kindergarten wollte sie am liebsten nicht gehen weil sie noch keinen Anschluss gefunden hatte. Klar, sowas geht ja nicht von heute auf morgen. Das war ganz schön hart. Bestimmt auch deshalb, weil sie in ihrer Krippe so gut integriert war. Dort war es sehr familiär, nur 12 Kinder zwischen 1-3 Jahren wurden von 3 Erzieherinnen, einem Erzieher und meist noch einer Praktikantin betreut. Einmal in der Woche fand in der Turnhalle nebenan Turnen statt, bei gutem Wetter spazierten sie auf den angrenzenden Spielplatz. Das Mittagessen wurde vor Ort gekocht und es durfte geholfen werden. Auch wenn Kinder sich anderen Brötchenbelag für das Frühstück wünschten, stießen sie auf offene Ohren. Die Dinkelbrötchen wurden dort auch jeden morgen mit den Kindern gebacken! Matschhosen waren nicht erwünscht, lieber eine Jeans zum Drüberziehen. Wer es irgendwann ohne Windel versuchen wollte, wurde unterstützt aber nicht gezwungen. Kurz: es war wohl das Paradies!

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Leider ist die Krippe in einem anderen Stadtteil und so kannte sie zunächst lediglich zwei Jungs aus einer anderen Gruppe im neuen großen Kindergarten. Dort gibt es plötzlich 4 Gruppen mit viel mehr Kindern bei wesentlich weniger Erziehern, die natürlich nicht die Zeit und Kuscheleinheiten aufbringen können, die Sophia gewohnt war. Sie ist plötzlich die Kleine, obwohl sie vorher mit ihren 3 Freundinnen die Große war. Erschwerend kommt hinzu, dass sie tatsächlich die „kleine Sophia“ ist, denn eine „große“ gibt es auch. Es wird viel mehr Selbstständigkeit verlangt, und am Anfang hat sie das wohl echt überfordert. Inzwischen kann sie den Reißverschluss ihrer Jacke allein zumachen und fordert auch Zuhause mehr Kleinigkeiten zum Selbermachen ein. Mit Baby Alex hatte sie nämlich eine kurze Phase, in der sie wieder Baby sein wollte. (Hier gibts übrigens mehr Chaoskindergeschichten von meinen zwei Kandidaten!) Im Kindergarten gibt es Matschhosen und Sophia trägt sie auch ohne Murren. Wenn sie ab und zu Essenskind ist, ist sie auch mal an der Reihe das Wägelchen mit Geschirr und dem Essen zu holen, oder im Anschluss weg zu bringen. Die Kleinen helfen also bei verschiedenen Dingen prima mit. Inwieweit die Kinder eigene Ideen und Vorstellungen einbringen können, kann ich momentan noch nicht überblicken, denn Sophia hat sich ja gerade erst einsortiert. Man muss schließlich die Regeln und Gebräuche erst mal kennen, bevor man sich dagegen auflehnen kann!

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