
Ein Kochbuch, das zwei Welten vereint: die faszinierende Welt von „Die Tagebücher der Apothekerin“ und die wunderbare Küche des alten China. Wer die Manga-Reihe oder die Serie kennt, weiß: Maomao kocht nicht nur Heilmittel und Gifte – sie hat auch ein Händchen für Leckereien. Und genau die gibt es jetzt zum nachkochen. Neugierig? Dann lies hier meine Rezension.
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Das Kochbuch der Apothekerin: Geheime Rezepte vom chinesischen Kaiserhof für Manga- und Anime-Fans
Wenn man schon mal einen Manga in einem Rutsch durchliest – oder wie die 13-Jährige bei uns gleich die ganzen „Tagebücher der Apothekerin“ –, dann ist es eigentlich nur logisch, dass man auch die Gerichte darin unbedingt probieren möchte. Maomao, die clevere Apothekerin und Vorkosterin am chinesischen Kaiserhof, hat nämlich nicht nur ein Händchen für Gifte und Heilmittel, sondern auch für gutes Essen. Und jetzt kann man es nachkochen.

„Das Kochbuch der Apothekerin: Geheime Rezepte vom chinesischen Kaiserhof für Manga- und Anime-Fans“ von Sabrina Sue Daniels erschien am 16. September 2026 im EMF Verlag. Die Fotografin und Foodstylistin ist bekannt für ihre asiatisch inspirierten Kochbücher und hat auf 144 Seiten 50 Rezepte aus der Welt von Maomao zusammengestellt – passend zur dritten Staffel der Anime-Serie, die auch auf Netflix läuft. Neben den Rezepten gibt es exklusive Illustrationen der Charaktere aus der Serie, Wissenswertes über Heilkräuter, Gewürze und chinesische Zutaten sowie DIY-Anleitungen.
Preis: 32,00 €

Falls du die Serie noch nicht kennst: „Die Tagebücher der Apothekerin“ ist zwar ein japanischer Manga und Anime – aber die Geschichte spielt in einer fiktiven Welt, die stark ans alte China angelehnt ist. Im Mittelpunkt steht Maomao, eine junge Frau, die von ihrem Adoptivvater (einem Apotheker im Rotlichtviertel) in die Kunst der Kräuterheilkunde eingeführt wurde. Als sie entführt und als Dienerin an den kaiserlichen Hof verkauft wird, versucht sie zunächst, unauffällig zu bleiben, doch Maomao ist viel zu neugierig und klug dafür. Sie ist keine klassische Heldin – sie ist pragmatisch, ein bisschen skurril, und interessiert sich herzlich wenig für Romantik oder Hofintrigen. Dafür umso mehr für Gifte, Heilmittel – und gutes Essen. Maomao kocht und isst mit derselben Leidenschaft mit der sie Rätsel löst, oder päppelt auch mal jemanden mit Congee wieder auf.

Bekommen hat das Buch die 13-Jährige, die die Manga-Bände regelrecht durchgesuchtet hat – und der 10-Jährige, der die Reihe ebenfalls geliebt hat, wird mit Sicherheit auch reinblättern. Töchterlein hat gleich erkannt, in welcher Szene die Ingwer-Mandarinen-Bonbons vorkommen: Maomao war irgendwo, wo es bitterkalt war, und die Bonbons haben von innen gewärmt. Genau solche Momente machen dieses Kochbuch für echte Fans zu etwas ganz Besonderem.

Ich hatte ehrlich gesagt ein nettes Fan-Büchlein erwartet – und bin dann wirklich geflasht gewesen, wie viele tolle Rezepte darin stecken. Wir reisen oft familienbedingt nach Indonesien und essen richtig gerne asiatisch. (Hier gehts zu meinen Rezensionen von zwei tollen chinesischen Kochbüchern und hier findest du meine Meinung zum hübschen Bali-Kochbuch. ) Viele der Rezepte kenne ich also, habe sie nur noch nicht selbst gekocht: z.B. Mapo Eggplant oder Youtiao – die frittierten Teigstangen. Auf meiner Nachkochliste stehen außerdem die hübschen Orchideen-Dumplings, Baozi, Mandarin Pancakes und der geschmorte Schweinebauch. Richtig gut finde ich, dass es bei vielen Rezepten z.B. den Baozi vegetarische Alternativen gibt. Auch bei den Süßspeisen gibt es einiges zu entdecken: Sesambällchen (in Indonesien heißen sie Onde-onde), traditioneller Mooncake, Mochi – und Milcheis, das nicht mit normaler Milch, sondern mit gesüßter Kondensmilch zubereitet wird, die in Indonesien ebenfalls sehr gerne dafür verwendet wird.

Besonders toll finde ich den Teil mit Infos über Traditionelle Chinesische Medizin und die Tees gegen allerlei Wehwehchen. Chrysanthementee zum Beispiel liegt bei uns sowieso immer in der Schublade – er soll entzündungshemmend wirken, bei Fieber und grippalen Infekten helfen und auch Kopfschmerzen lindern. Und dann sind da noch Rezepte für Körperbutter und Lippenbalsam mit Jiaogulan – wobei ich zugeben muss, dass ich noch nie etwas von dieser Pflanze gehört hatte. Wieder was gelernt.

Fazit: 32 Euro sind kein kleiner Preis, aber das Buch ist wirklich gut gemacht – mit tollen Fotos, schönen Illustrationen und Rezepten, die weit über Fan-Service hinausgehen. Für alle, die „Die Tagebücher der Apothekerin“ lieben und gleichzeitig eine Schwäche für asiatische Küche haben, ist es ein echtes Muss. Und wer bisher noch nichts mit Maomao anfangen konnte, bekommt hier vielleicht sogar Lust, die Manga-Reihe nachzuholen – quasi als essbarer Einstieg in die Geschichte.




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