Nählexikon2018-08-08T22:45:26+00:00

Das Nählexikon

Als Anfänger in der Nähwelt ist man von manchen Begriffen vielleicht verwirrt, oder weiß so ungefähr was sie bedeuten, aber bei der praktischen Umsetzung gibt es doch die ein oder andere Unsicherheit. Auch geübte Näher brauchen manchmal eine Gedankenstütze oder wollen sich informieren, bevor sie eine „neue“ Stoffart oder Technik ausprobieren. Dazu gibt es nun mein kleines Nählexikon!

Naehlexikon

Hier erfahrt ihr nach und nach Wissenswertes über verschiedene Stoffarten und deren Verarbeitung, Tipps und Tricks zu Materialien wie Nähnadeln, oder wie man zum Beispiel Bündchen zu einem Endlos-Bündchen-Streifen zuschneiden kann um Ausschnitte und dergleichen einzufassen. Praktische How To’s werden hier ebenso zu finden sein, schließlich steht jeder mal vor einem Schnittmusterbogen wie vor einem unbekannten U-Bahn-Plan und muss sich erst mal zurecht finden, oder?!

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Herzlich willkommen auf meinem Familienblog! Ich heiße Katja und lebe mit Mann und Kindern Sophia (*2013) und Alexander (*2016) im Rhein-Main-Gebiet. Hier findest du mehr über mich.

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Kleine Zusammenfassung der Näh-Basics

Fadenlauf

Der Fadenlauf ist sozusagen die Stoffrichtung. Hat man ein Muster mit Richtung, zum Beispiel eine Reihe von Hasen, dann ist der Fadenlauf ganz klar, denn die Hasen sollen richtig herum sein. Bei einem unifarbenen Stoff oder einem nicht orientierten Muster ist das ganze mitunter schon schwieriger zu erkennen. Der Fadenlauf läuft aber immer genauso wie die Webkante am Rand, also parallel zur Webkante. Noch ein Tipp: Die meisten Stoffe sind im Fadenlauf fester und quer zum Fadenlauf elastischer. Also einfach mal ziehen! (Bei Sweat gilt das nicht zwingend!!!)

Bruch / Stoffbruch

Soll das Schnittmuster im Bruch aufgelegt werden, ist damit gemeint, dass der Stoff doppelt liegt. Der Bruch ist dabei die geschlossene „Faltkante“ und wird NICHT aufgeschnitten. In der Regel legt man den Bruch im Fadenlauf, also parallel zur Webkante.

Webkante

Hat man ein Stück Stoff vor sich liegen, so dass die abgeschnittenen Seiten oben und unten liegen, dann verlaufen die Webkanten rechts und links an den Seiten. Die Webkanten sind also die nicht geschnittenen Ränder des Stoffs. Meistens sind sie etwas härter, deshalb sollte man sie beim Nähen nicht mit verwenden. Man kann sie bei gemusterten Stoffen auch oft daran erkennen, dass sie weiß sind, also nicht bedruckt.

Nahtzugabe

Bei manchen Schnittmustern ist die Nahtzugabe enthalten, bei manchen muss man sie selbst zugeben. Bei einigen Nähwerken kann es erforderlich sein, die NZ ganz exakt einzuzeichnen, also die Nahtzugabe und die Linie entlang den Schnittmusters auf der man dann nähen soll. Meistens reicht aber pi mal Daumen! Als Nahtzugabe empfiehlt es sich so etwa 0,5 – 0,7 cm zu nehmen, also grob eine knappe Fingerdicke rund um den Schnitt, ausser an Stellen wo keine gegeben werden soll (z.B. oft am Ausschnitt). Bei französischen Nähten braucht man doppelte NZ aufgrund der Nähweise.

Verstürzen

Hierbei näht man die Stoffteile rechts auf rechts aufeinander, also so dass die schönen Seiten nach innen zeigen und wendet dann meist durch eine Wendeöffnung. (Vorher evtl. die NZ kürzen damit sich der Rand nach dem Wenden schöner legt.) Gegebenenfalls wird alles anschließend noch mal entlang des Randes abgesteppt.

Verriegeln / Vernähen

Vor allem wenn man mit der normalen Nähmaschine näht, empfiehlt es sich, Anfang und Ende der Naht zu verriegeln. Entweder macht die Maschine das automatisch, oder man macht einfach ein paar Stiche vor und zurück damit die Naht gesichert ist und nicht gleich wieder auf geht.

Rechte Stoffseite

Damit ist die „schöne“ Seite, also die Vorderseite des Stoffs gemeint. Bei bedruckten Stoffen ist sie leicht zu erkennen, denn da sieht das Muster brilliant aus. Auf der Rückseite ist es blasser. Bei unifarbenen oder durchgefärbten Stoffen ist die rechte Seite mitunter schwerer zu erkennen.