Was ist ein Plotter

Was ist eigentlich Plotten?

Ein sogenannter Schneidplotter ist ein tolles Gerät für alle kreativen Köpfe. Mit einem Plotter kannst du grob gesagt Schriftzüge oder Bilder ausschneiden lassen, zum Beispiel aus Flex- oder Flockfolie und diese dann durch bügeln oder mit einer Transferpresse auf Textilien (z.B. T-Shirt) aufbringen. Doch auch mit anderen Materialien wie Bastelpappe, SnapPapp oder anderem veganen Leder, Papier, Holz, Glas, Porzellan, Tapeten kannst du DIY Projekte verwirklichen und z.B. Karten selber basteln, Dekoartikel zaubern oder Möbel verschönern.

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Ist der Plotter sowas wie ein Drucker?

Ein Hobbyplotter bzw. Schneidplotter ist ein Gerät zum Schneiden, das einem Drucker ähnlich sieht. Jedoch gibt es große Unterschiede! Ein Drucker bildet eine Grafik Zeile für Zeile mit einzelnen Bildpunkten nach, mit Farbe auf Papier. Der Plotter hingegen arbeitet nicht Zeilenweise, sondern er fährt die Grafik anhand der Linien nach. Setzt man in den Plotter eine Klinge ein, so schneidet er die Linien, die er entlang fährt. Setzt man z.B. einen speziellen Stift ein, kann er zeichnen!

Info: Bitte rede nie von “plottern”! Es heißt “der Plotter”, und mit diesem Gerät “plottet” man, ganz ohne “r”.

Was kann der Plotter alles?

Je nach Modell kann der Plotter nicht nur schneiden, sondern mittels auswechselbaren Werkzeugen, die statt der Klinge eingesetzt werden ist auch Prägen, Zeichnen, Prickeln, Kratzen oder Scannen möglich. Plotter eignen sich sehr gut als Ergänzung für kreative Hobbys wie beispielsweise Nähen, Scrapbooking, Basteln, Sticken oder Textilveredelung. Mit dem Plotter können Stempel erstellt werden, Folien geschnitten werden die anschließend auf Tassen, Textilien oder Tapete aufgebracht werden oder kleine und filigrane Papierfiguren fürs Scrapbooking oder Karten basteln ausgeschnitten werden. Mit einer Scan and Cut Funktion können gedruckte Motive aus Papier oder Aufkleberpapier passgenau ausgeschnitten werden. All das tut der Plotter genauer, als man das je mit der Schere hinbekommen würde, und ganz ohne zackige Ränder.

Das kann der Plotter, und noch viel mehr:

  • Schneiden von feinen Motiven z.B. aus Bastelkarton, Papier, Bügelfolie für Textilien, Folie um z.B. Tassen zu verzieren, Aufkleberpapier, Bastelholz für Modellbau, dünnem Kork, dünnem (Kunst-)Leder, SnapPapp, Schablonenfolie mit der man dann Schriftzüge auf Glas ätzen kann,…
  • Zeichnen von feinen Motiven und Schriften mit diversen Stiften z.B. Textilstifte, Glitzerstifte, Farbige Stifte, Foil Quill Stifte die metallische Folie aufbringen,…
  • Prägen von Schriften oder Motiven z.B. Linien auf Bastelkarton damit man ihn besser falten kann, Schriftzüge auf Bastelkarton für Karten,….
  • Gravieren von Schriften oder Motiven z.B. auf dünne Metallplatten
  • Prickeln von Motiven oder Schriften z.B. auf Metallpapier
  • Scannen von Motiven oder Schriften die man dann präzise mit dem Plotter ausschneiden kann z.B. um auf Aufkleberpapier gedruckte Motive passgenau auszuschneiden.

Der Plotter als Ergänzung zum Nähen

Plotten kann zwar ein eigenständiges Hobby sein, so vielfältig sind die Möglichkeiten. Aber oft wird ein Plotter auch als praktische Ergänzung für das Nähen angeschafft. Mithilfe eines Plotters lassen sich individuelle Motive in Lieblingsfarben und Mustern zum Aufpeppen der Nähwerke erstellen, ganz ohne aufwändig zu applizieren oder eine teure Stickmaschine zu kaufen. Die meisten Einstiegsplotter sind nämlich gar nicht teuer! Natürlich muss das Stück zum Aufpeppen nicht selbst genäht sein, auch ein gekauftes Kleidungsstück kann damit kostengünstig individualisiert werden!

Mit dem Plotter lassen sich genähte Kleidungsstücke aufpeppen für klein und groß. Suchst du noch mehr Ideen, für das “verzieren” auch für Jungs-Kleidung? Dann klick hier!

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Das brauchst du zum Plotten

Um mit dem Plotten starten zu können, benötigst du natürlich einen Plotter. Alle gängigen Modell hier aufzuzählen würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, da wird es in Kürze einen eigenen ausführlichen Artikel geben, den ich dir hier verlinken werde. (Folge am besten Nähfrosch auf Instagram oder Facebook um nichts zu verpassen!) Auch Zubehör, Materialien und noch viele weitere Details werde ich dir dort ausführlicher Vorstellen!

Plotter

Einen klitzekleinen Überblick möchte ich dir hier dennoch geben. Es gibt Einsteiger-Geräte die recht günstig sind, aber nicht so viel können und es gibt abgefahrene Geräte die keine Wünsche offen lassen. Zuerst einmal wirst du dir überlegen müssen, was du genau mit einem Plotter vor hast. Geht es dir eher ums Basteln, brauchst du eine Scan & Cut Funktion, oder willst du in erster Linie deine Nähwerke verschönern und ab und zu vielleicht mal eine Tasse? Gut zu wissen: Von jedem Plotter Hersteller gibt es mindestens 2 Modelle im Sortiment, ein günstigeres und ein teureres.

Transferpresse

Dann ist natürlich die Frage, wie du die Motive auf Textilien aufbringst. Mit einem Bügeleisen geht es erst mal, aber richtig langlebig ist es nicht. Besser läufts mit einer Presse, auch da gibt es diverse Unterschiede von Mini für schwer zu erreichende Stellen, oder groß und marzialisch die wirklich alles fest drücken so das nix mehr ab geht.

Zubehör

Je nachdem, was du mit dem Plotter vor hast, gibt es eine Fülle an Zubehör. Entgitter Werkzeug ist richtig gut, eine Rolle zum festdrücken auf der Matte hat auch ihre Vorzüge. Oder vielleicht brauchst du verschiedene Klingen für verschiedene Einsatzwecke?

Schneidematten

Auch zu überlegen gilt es, welche Schneidematte für dich in Frage kommt. Da gibt es je nach Plotter Modell verschieden Größen und/oder verschiedene Klebestärken, für Papier, Folien oder gar Holz.

Material zum Plotten

Zuletzt brauchst du natürlich noch Material zum Plotten. Und da gibts natürlich fast nichts, was es nicht gibt, je nach Plottermodell.

Wie funktioniert das Plotten?

Je nach Modell gibt es hier zum Teil große Unterschiede. Mithilfe eines direkt angeschlossenen Computers oder Tabletts, oder über WLAN oder sogar mittels Touchdisplay direkt auf dem Plotter werden die Geräte gesteuert. Man kann mittels Software eigene Designs erstellen, oder man kauft sich fertige Plotterdateien die anschließend mit dem Plotter verarbeitet werden.

Ist die Plotterdatei dann beim Plotter angekommen und der Plottvorgang startet, dann schneidet der Plotter mit einem Messer die Linien des Motivs durch ein Material (z.B. Papier oder Flexfolie), das auf einer Schneidematte liegt. Das Material hat man vorher per Hand auf die meist klebrige Schneidematte gelegt und die Matte mit dem Material dann in den Plotter eingelegt.

So gehst du beim Plotten vor

Du möchtest noch genauer wissen, wie das Plotten funktioniert und was du tun musst? Es ist gar nicht so schwer, wie ich dir hier kurz am Beispiel eines Plotts aus Flexfolie erklären möchte.

1. Motiv suchen

Entweder erstellst du deine Datei selbst, zum Beispiel in der zum Plotter gehörigen Design Software, oder du greifst auf die Vielzahl von fertigen Plotterdateien zurück, die es zu kaufen oder als Freebie gibt. Schöne Dateien findest du zum Beispiel bei kleine Göhre, bei Creative Fabrica oder direkt hier bei unseren Plotterdateien im Nähfrosch-Shop.

2. Datei in der Plottersoftware laden

Die heruntergeladene Plotterdatei muss nun in die Plottersoftware geladen werden, damit du sie an den Plotter schicken kannst. Hier kannst du dein Motiv in der Regel noch in der Größe verändern, die Position bestimmen an der es auf der Matte geschnitten werden soll, oder einzelne Motivelemente auswählen um sie getrennt zu plotten für einen mehrfarbigen Plott. Auch lassen sich hier Einstellungen für die Schneidtiefe, den Anpressdruck des Messers und die Geschwindigkeit einstellen.

Tipp: Mit einer geringeren Geschwindigkeit erziehlt man oft bessere Ergebnisse!

3. Flexfolie auf die Schneidematte aufbringen

Deine Flexfolie musst du nun so auf deine Schneidematte auflegen, dass sie die Stellen abdeckt, an der das Motiv geschnitten wird. Die Schneidematte ist in der Regel klebrig, und deine Folie hält gut darauf. Achte darauf, dass du die Flexfolie richtig herum auf die Folie legst! Die durchsichtige festere Schicht soll intakt bleiben, sie kommt nach unten auf die Matte. Nach oben zeigt die Rückseite der farbigen Folie. Die Schneidematte mit der Folie wird dann in den Plotter eingelegt und du kannst auf Start drücken.

Tipp: Bist du dir unsicher, dann löse doch an einer Ecke mit dem Fingernagel die Folienschichten und schau nach welche Seite welche ist.

4. Ablösen des Motivs: “Entgittern”

Hat der Plotter das Motiv fertig geschnitten, dann muss die umliegende Folie noch abgelöst werden. Diesen Vorgang nennt man “Entgittern”. Dazu verwendet man am besten einen Haken und man muss je nach Folie schon ordentlich ziehen, um die Folie abzulösen, die nicht zum Motiv gehört. Übrig bleibt das Motiv auf der Trägerfolie.

5. Aufbringen des Motivs

Dein geplottetes und entgittertes Motiv kannst du nun auf dein Shirt aufbringen. Dazu legst du das Motiv an die Stelle, an der du es haben möchtest, die durchsichtige Folie zeigt nach oben. Nun kannst du mit dem Bügeleisen einige Sekunden richtig fest auf das Motiv pressen. Mache keine Hin und Her Bewegungen, sondern übe einfach Stück für Stück so viel Druck aus, wie du kannst. Noch besser und haltbarer wird dein Motiv mit einer sogenannten Transferpresse.

Tipp: Auf einer harten Unterlage bügeln, zum Beispiel auf Fliesen oder dem Küchentisch (wenn er das aushält) statt auf dem Bügelbrett. Ein Bügeleisen ohne Dampflöcher liegt besser auf. Keinen Dampf verwenden!
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