Paradiesischer Strand Tanjung Aan auf Lombok

Von |2018-07-09T17:48:00+00:0023. April 2018|Reisen|2 Kommentare

(Unbeauftragte Werbung)

Ein paradiesischer Strand mit weißem, pudrigem Sand. Türkisfarbenes Wasser glitzert in der Sonne. Ich, auf der hölzernen Schaukel, eine erfrischende Kokosnuss in der Nähe. Soweit die Vorstellung als wir einen Ausflug zum Tanjung Aan auf Lombok machten. Und was haben wir nun dort erlebt? Ein Strand-Erfahrungsbericht mit tropischem Gewitter, einem Rudel Hunde und 2 kleinen Kindern die Mutti nicht schaukeln lassen.

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Lage und Anfahrt

Als wir erfuhren, dass ganz in der Nähe unseres Hotels einer der schönsten Strände der Insel Lombok liegen soll, haben wir uns spontan entschieden, einen Ausflug dorthin zu machen. Der Tanjung Aan liegt ganz in der Nähe von Kuta im Süden Lomboks. Wir waren als Familie mit kleinen Kindern ganz bequem unterwegs, wir haben uns nämlich vom Hotel den Ausflug organisieren lassen. Ein Wagen des Hotels holte uns vier um 15 Uhr vor der Rezeption ab, in den wir auch die Kindersitze einbauten. Der gleiche Wagen würde uns zur verabredeten Zeit (18:30 Uhr) wieder abholen.

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Die Fahrzeit zum Strand betrug so etwa 10 – 15 Minuten, die Straßen werden gerade alle neu angelegt. Dieser ganze Bereich wird momentan sehr ausgebaut und wohl auf kommende Touristenanstürme vorbereitet. Der Wagen setzte uns direkt am westlichen Ende des Strandes ab, am Warung Turtle. Es gibt insgesamt 3 Parkplätze entlang des Strandes, der im Osten ist der größte und dort halten anscheinend in der Saison auch mal ganze Reisebusse. Gegen eine kleine Parkgebühr (etwa 10.000 Rupia) kann man sein Fahrzeug direkt am Strand unter einem Dach parken.

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Der Strand

Ein breiter, etwa 2 km langer Strand mit feinstem weißen Puderzuckersand und türkisem, kristallklarem Wasser! Ein Traum. Gelegentlich schwimmt etwas Seegras herum und leider auch die eine oder andere Plastiktüte. Das Müllproblem lässt sich nicht verschweigen und nicht schönreden. Dennoch ist der Strand recht sauber. Es kommt auf die Jahreszeit und die Strömung an, es wird mehr oder weniger Müll angespült. Die Einheimischen sind aber meiner Meinung nach bemüht, den Strand einigermaßen sauber zu halten. Am Warung Turtle wo wir waren, lag so gut wie kein Müll.

Das Meer ist recht ruhig und flach, bei Ebbe kann es sein dass man erst mal ein Stück laufen muss, um dann schwimmen zu können. Der Strand an sich ist breit und flach abfallend, hervorragende Bedingungen für Kinder. Unter hübschen hölzernen Sonnenschirmen findet man Schatten und Liegen, die wir hier kostenlos benutzen durften. Natürlich darf eine Instragram-taugliche Schaukel nicht fehlen, auf der ich mich selbstverständlich ablichten lies. Nachdem ich die Kinder verscheucht hatte. Der Strand war eher leer, das kann aber am Wetter gelegen haben. Denn es waren doch einige dunkelschwarze Wolken zu sehen.

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Mittig am Tanjung Aan befindet sich ein kleiner Hügel mit einem Plateau, den man bequem begehen kann. Hier finden sogar ab und an Hochzeiten statt. Der Hügel an der westlichen Seite des Strandes ist etwas höher und steiler, soll aber einen tollen Blick auf den Tanjung Aan und die angrenzenden Strände bieten, besonders bei Sonnenuntergang. Im Februar findet das Bau Nyale Ritual am Strand statt, zu dem dann viele Besucher kommen. Als wir dort waren im April, waren nur wenige Menschen am Tanjung Aan und davon waren die meisten Locals.

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Verpflegung

Ungefähr mittig am Strand findet man ein paar kleine Kioske, am westlichen Ende liegt der Warung Turtle. Der Warung Turtle ist ein Strandrestaurant, in dem man gemütlich sitzen kann. Als wir dort waren, waren an den Seiten Planen angebracht zum Schutz vor Regen. Die waren auch echt nötig, wie wir dann feststellten. Ausserhalb der Regenzeit hängen die bestimmt nicht mehr da und man kann gut raus schauen. Eine Kokosnuss kostet hier 20.000 Rupiah, es gibt lokale Speisen wie Nasi Goreng (gebackener Reis), Bakmi Goreng (gebackene Nudeln) oder frisches Seafood. Es sah wirklich gemütlich aus und eigentlich hätten wir dort gerne zu Abend gegessen, wenn uns das Wetter nicht so dazwischen gefunkt hätte.

Am Strand selbst sind natürlich wie überall ein paar Verkäufer unterwegs. Zu uns waren sie nicht aufdringlich, aber was ich schon etwas erschreckend fand war, dass einer mit dem Motorrad unterwegs war. Mal abgesehen vom Lärm ist das auch einfach doof, wenn man mit kleinen Kindern am Strand liegt. Ich habe gehört, dass in der Saison auch Eisverkäufer unterwegs sind, die Musik über Megaphone abspielen, aber ob das stimmt, weiß ich nicht.

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Unser Erlebnis

Der Strand gefiel uns auf den ersten Blick wirklich sehr gut. Er ist unglaublich schön, man kann sich gar nicht satt sehen an dem weißen Strand, dem blauen Himmel und dem türkisen Wasser. Mit dem Wetter hatten wir so richtig Pech, denn kaum hatten wir ein paar Fotos gemacht, fing es an zu tröpfeln. Stefan rannte nochmal schnell ins Meer, ich blieb mit den Kindern unter einem Sonnenschirm, denn wir wussten, gleich würde es so richtig doll regnen. Dicke Regentropfen, schwarze Wolken, ein wenig Wind und zack hat man zwei frierende Kinder. Zum Glück hatten wir die Badeponchos dabei, so waren die beiden gut verpackt. So saßen wir unter unserem Schirm und wollten eigentlich den Regenguss aussitzen. Das dachten sich auch ein paar andere Strandbewohner.

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Ruck zuck hatten wir 4 oder 5 Hunde mit unter unserem Schirm und unter den Liegen sitzen, die uns erwartungsvoll ansahen. Alexander fand das natürlich total super und ich hatte alle Hände voll zu tun, ihn vom Streicheln abzuhalten. Ein wenig mulmig war mir selbst, so viele fremde und zum Teil große Hunde so nah um mich zu haben, und vor allem um die Kinder. Sophia fand das alles gar nicht lustig und fühlte sich sehr unwohl. Sie wurde immer nervöser und mit ihr die Hunde und ich. Als dann das Rudel unter dem Nachbarschirm noch kurz mit „unserem“ Rudel kläffte und auch diese Hunde gern unter unseren Schirm kommen wollten, packten wir schnell unsere 7 Sachen und stellten uns beim Warung Turtle unter. Den Kindern war immer noch kalt, sie jammerten und wir waren nun doch auch ziemlich nass geworden und froren etwas. Ein Ende des Regens war so schnell nicht in Sicht. So fiel die Entscheidung, uns nach schon einer halben Stunde am Strand wieder abholen zu lassen.

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Tja nun, das war einfach Pech. An einem anderen Tag hätte unser Erlebnis vielleicht ganz anders ausgesehen. Am Wetter kann man nichts ändern! Der Strand ist toll, der Warung Turtle sehr einladend und die Menschen schienen sehr nett. Doch der Verkäufer mit dem Motorrad und die vielen vielen Hunde ließen mich als Mama zweier kleiner Kinder doch ziemlich unruhig werden. So bleibt eine etwas zwiespältige Erinnerung an dieses traumhafte Stückchen Erde.

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Ach ja, und für die Fotografie-Interessierten unter euch, wir haben alle Bilder mit der GoPro gemacht, einfach weil es mit Kindern manchmal unpraktisch ist, die große Kamera mitzunehmen. Stefan war sehr überrascht, was man mit so einem kleinen Ding für Fotos machen kann und fortan kam die GoPro viel häufiger zum Einsatz.

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Mama Katja

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Über den Autor:

Ich heiße Katja und lebe mit Mann und meinen Kindern Sophia (*2013) und Alex (*2016) im Rhein-Main-Gebiet. Obwohl ich diplomierte Mathematikerin bin, liebe ich es zu schreiben und zu nähen. Das ist mein kreativer Ausgleich zum turbulenten Leben mit den kleinen Chaoten!

2 Comments

  1. Melanie 9. Juni 2018 um 11:49 Uhr - Antworten

    Tolle Bilder, das werde ich mir für meinen Trip im Juli merken. Aber noch was ganz anderes: Dein Kleid ist toll! 😍 Darf ich fragen wo du das her hast?

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