
Eine Wimpelkette gehört zum Geburtstag schon fast dazu wie die Torte. Als Hobbynäherin macht man die Wimpelkette natürlich selbst. Die einzelnen Wimpel sind gar nicht so schwer zu nähen. Es sind quasi nur zwei Dreiecke, die aufeinander genäht werden. Für eine Wimpelkette benötigt man aber Schrägband – viel Schrägband! Da man das aber nicht immer zur Hand hat, zeige ich euch heute, wie man aus Webware Schrägband selber machen kann.
Der Stoff für die Wimpelkette wird schräg zum Fadenlauf zugeschnitten. Das ist notwendig, damit er elastisch bleibt und sich um mögliche Ecken gut legen kann. Der Vorteil bei diesem Verfahren ist, dass man auf diese Weise auch Stoffreste verwerten kann, denn so kann man ein Stoffstück mehrfach diagonal zerschneiden.
Aber wie breit muss das Schrägband geschnitten werden? Je nachdem, wie breit das Band sein soll, verdoppelt man diesen Wert. Soll das Schrägband also 1,5 cm breit sein, muss dieser Wert verdoppelt werden. Also sind es 3 cm. Hinzu kommen Nahtzugaben von insgesamt 2 cm. Also muss das Schrägband 5 cm breit sein.
Ein weiteres Hilfmittel, dass beim Schrägband selber machen unbedingt gebraucht wird: das Bügeleisen! Warum und wieso, das siehst du gleich.
Hier zeige ich dir, wie du mit elastischem Schrägband einen Halsausschnitt einfassen kannst
Inhaltsverzeichnis
Schrägband selber machen: Zusammennähen

Die Enden werden gerade geschnitten und so aneinander gelegt. Beide Enden müssen je 45 Grad umgeklappt werden. Damit liegt die kurze Kante auf dem Band selber. Um die Kante besser sehen zu können, bügel das am besten kräftig.

Lege die beiden Bänder jetzt so aufeinander. Wenn du das oben liegende Band nun hochklappst, siehtst du schon, wie es später aussieht.

Nämlich so: Beide Bänder bilden dann ein gerades Band. Nun musst die Bänder nur noch zusammennähen. Da du vorher die eingeschlagenen Ecken gebügelt hast, siehst du jetzt unter der Nähmaschine gut, wo du entlang nähen musst.

Damit sich dein Band nun schön legt, schneidest du das entstandene Dreieck hinter der Naht knappkantig ab. Aber sei vorsichtig, dass du nicht die Naht beim Zurückschneiden verletzt.

Schrägband selber machen: Bügeln
Nun muss die entstandene Verbindung der beiden Bänder gut gebügelt werden. Wenn du mehrere kurze Bänder miteinander verbunden hast, dann musst du natürlich jede Naht schön ausbügeln.
Bei Endlosbündchen kann man sich das ganze sparen, denn hier entsteht keine Naht.

Nun ist dein Schrägband fast fertig – es muss nur noch passend gefaltet und entsprechend mit dem Bügeleisen fixiert werden.

Falte das Band dafür einmal der Länge nach mittig ein und bügel das Band.

Klappe es dann wieder auf und falte die beiden langen äußeren Seiten zur Mitte bzw unter Berücksichtigung von 1 cm Nahtzugabe nach innen ein. Auch wieder schön kräftig bügeln.

Und nun wieder: bügeln! Falte das Schrägband jetzt komplett zusammen. Auch das muss wieder gebügelt werden. Diese viele Bügelschritte sind wichtig, damit du dich beim Nähen gut orientieren kannst. Außerdem verleihen die Bügelnähte deinem Band die notwendige Form.
Schrägband selber machen: Wimpel und Band verbinden

Und dann wird endlich das Schrägband mit den Wimpeln vernäht. In diesem Beispiel werden die Wimpel zwischen das Schrägband gelegt und dann mit einer knappkantigen Naht vernäht. Mit einem Blindstichfuß werden die Nähte gerade. Wer den nicht zur Hand hat, kann sich am Nähfüßchen orientieren. Noch besser ist es natürlich mit einer Coverlock. Damit die das Schrägband auch schon gleichmäßig vernäht, gibt es Bandeinfasser-Nähfüße.
Übrigens: Ähnlich kann man auch elastisches Schrägband selber machen.
Es gibt natürlich auch Helferlein, die das ganze falten und formen ein bisschen erleichtern.




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