Strickbündchen-Problematik mit Doktor Alexander und Schwester Sophia

2018-08-07T18:58:13+00:00Nähen|

Im letzten Artikel über meine wirren Gedanken zum Reisen mit Kindern in exotische Länder hatte ich es schon angedeutet: von dem neuen Panel mit den Sorgenfresserchen von Stoffe Hemmers gibt es heute noch mehr zu sehen. Schließlich sind 3 Motive pro Rapport enthalten! Den Anfang machte also die Sommerkombi mit dem grünen Kerlchen, heute gibt es eine Geschwister Kombi. Das Fotografieren gestaltete sich als dezent schwierig, da Doktor Alexander und Schwester Sophia ständig auf einem Haufen lagen. o.O

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Für Alex habe ich den rostroten Sorgenfresser vernäht, der sieht so richtig schön frech aus. Genau richtig für meinen Lausbub, der mit seinem knuffigen Zweizahngrinsen alle um den Finger wickelt, während er sich mit der freien Hand irgendwas schnappt, was er gar nicht haben soll. Vorzugsweise das Playmo seiner Schwester. Das ist aber auch ein kleinteiliger Kram *seufz*. Oder die Küchenrolle, die dann zerfetzt und verspeist wird.

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Für Alex Outfit kam mein Weihnachtsgeschenk zum Einsatz. Ich Lemming musste nämlich dann doch das Klimmperkleinsche Kindernähbuch haben! Ist ja quasi nun ein Standardwerk. Ich habe das Shirt mit der seitlichen Knopfleiste für Alex genäht. Da er grade von 74 auf 80 wechselt, wir aber genug Langärmeliges in 80 haben, gab es halt eine 86. Dann kann er noch ein bisschen rein wachsen. Das Shirt lies sich toll nähen und das mit der Knopfleiste ist echt nett! An den Ärmeln habe ich aus den Resten vom Panel noch Ellenbogenpatches gebastelt. Und ich habe sogar ziemlich die richtige Stelle getroffen!   Dazu bekam er eine bequeme Hose in orange aus kuscheligem Sweat, ebenfalls von Stoffe Hemmers. Der Schnitt ist die Baggy Bottom aus der Ottobre 4/2015. Die hat Abnäher am Bobbes, damit der Windelpo genug Platz hat! Für die dekorativen Kniepatches hat der Rest vom Panel auch noch gereicht, so passt alles hervorragend zusammen! Am Saum fand noch ein farblich passendes Stück Webband seinen Platz.

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Die Schwester trägt das pinkfarbene Monsterchen auf einer Tunika spazieren. Genäht habe ich ein Raglankleid von Klimperklein. In der Länge bin ich irgendwo zwischen Tunika und Kleid gelandet, bei Größe 110. Ich habe einfach die ganze Rapporthöhe des Panels ausgenutzt. Die Ärmel und das Rückenteil sind aus rot-pink gestreiftem Jersey, ebenfalls von Stoffe Hemmers. Die Ärmelbündchen sind etwas ganz besonderes.

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Ich habe nämlich schon vor einiger Zeit längere Ärmelbündchen bei der strickenden Oma in Auftrag gegeben. Stricken… auch noch sowas was ich lernen möchte, wenn ich mal Zeit beim Universumslotto gewinne. Jedenfalls hat die Oma mit dem Nadelspiel hübsche Bündchen gestrickt, schön geringelt und in den Farben die wir lieben! Und dann lagen die hier herum und warteten auf DEN Stoff. Der farblich perfekt passt und bei dem sie gut zur Geltung kommen würden. Jetzt haben sie ihren Platz gefunden. Das passte einfach zu gut! Den Halsausschnit habe ich dann mit türkisblauem Bündchen im Bandeinfasser eingefasst.

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Bei den Strickbündchen hatte ich natürlich erst mal einen Knoten im Kopf. Wie bekommt man die unfallfrei an die Ärmel ran? Schon mal nicht mit der Ovi und ausgeklapptem Messer, das war mir klar. Denn würde man einen Streifen abschneiden, lösen sich die Dinger definitiv in Wohlgefallen auf. Also einfach über den Ärmel stülpen und von außen rundherum obendrauf nähen? Das wäre aber gar nicht möglich gewesen, denn man müsste ja das Bündchen dann so aufdehnen, dass es auf den Freiarm der Nähmaschine passt! Also auch nix.

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Dann doch lieber die Strickbündchen ganz normal annähen, wie man es mit Bündchenstoff-Bündchen auf tun würde? Also Bündchen über den Ärmel stülpen, rechts auf rechts rundherum dran nähen, und dann das Bündchen richtig herum krempeln? Aber was ist mit der Nahtzugabe? Stört das nicht innen am Ärmel? Muss man das dann nochmal von rechts absteppen? Ach nee, geht ja wieder nicht wegen der Bündchen-auf-Freiarm-Geschichte.

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Ich nähte dann die Bündchen auf ganz normalem Weg an, nachdem ich ein kurzes Selbstgespräch über den besten zu wählenden Stich geführt hatte. Ich habe mich für einen Zickzack entschieden, weil dehnbar und so. Was soll ich sagen? Man kann sich wie immer auch zuviele Gedanken machen. Das Bündchen hält, es löst sich nicht auf und die Naht stört innen nicht. Tadaaa! Hoffentlich erinnere ich mich das nächste Mal direkt daran! ;)

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Passend zu den schicken Bündchen habe ich aus den Wollresten noch ein kleines Häkelblümchen geknüddelt. Dafür reichen meine Künste immerhin. Sogar eine „Leine“ habe ich noch aus den Fäden geflochten und das ganze dann dem fröhlichen Sorgenfresserchen als Luftballon in die Hand genäht. Sophia gefällts, Alex hat es ausgiebig untersucht, und das Teil hat noch ein Schnickeldi mehr bekommen.

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Als wir fürs Fotoshooting in den Keller gingen, schnappte ich mir auf dem Weg noch den Kinderarztkoffer. Ich dachte, dann haben die Chaoten was zu tun und wir können sie schön im Spiel fotografieren. Ja. Schön gespielt haben sie! Doktor Alexander hat Sophia in aller Gesamtheit untersucht. Als er dann fertig war damit, auf dem Stethoskop herum zu kauen, und Sophia an der Reihe war, wurde es nicht wirklich besser. Nun untersuchte sie ihn und die beiden waren wieder ein einziges kicherndes Knäuel.

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Ihr glaubt gar nicht, wie viele lustige Fotos wir geschossen haben! Auf denen man aber keine Klamotte erkennen kann. Ein paar kamen dann aber doch zustande, und auf manchen sieht man zwischen den „Bewegungsfalten“ sogar das Sorgenfresserchen ganz gut. Es sind halt einfach Kinder, und keine professionellen Models hihi. Wobei Sophia schon ein ziemliches Maß an Professionalität heraushängen lässt, wenn Papa die Kamera zückt.

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Da wird sich sofort in Pose geschmissen und das „Fotolächeln“ – ein grimassenhaftes Grinsen bei dem man maximal viele Zähne sieht – ausgepackt. Sie ist eine kleine Diva, die gern im Mittelpunkt steht. Neulich gingen wir hintereinander die Treppe nach oben, sie drückte mir irgendwas in die Hand was sie vorher getragen hatte, obwohl ich schon total vollgepackt war. Ich sagte: „Nagut, du brauchst ja deine Hände.“ Was ich meinte war, dass sie sich vielleicht festhalten möchte. Doch sie antwortete: „Ja ich muss nämlich so machen!“ Und schlenkerte wie eine orientalische Tänzerin beide Hände halb angehoben herum. Ich war mir nicht sicher, ob ich laut los lachen oder ungläubig den Kopf schütteln sollte… (Mehr von den Chaoskindern könnt ihr übrigens hier lesen!)

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Die sorgenlosen Outfits kichern noch bei folgenden Linkpartys vorbei:

SewMini Made4Boys Söhne&Kerle Kiddikram Seasonal Sewing Nähzeit am Wochenende Coverliebe

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Mama Katja

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Über den Autor:

Ich heiße Katja und lebe mit Mann und meinen Kindern Sophia (*2013) und Alex (*2016) im Rhein-Main-Gebiet. Obwohl ich diplomierte Mathematikerin bin, liebe ich es zu schreiben und zu nähen. Das ist mein kreativer Ausgleich zum turbulenten Leben mit den kleinen Chaoten!

6 Comments

  1. Andrea 29. Januar 2017 um 11:24 Uhr - Antworten

    Zuckersüß! Aber was ich nicht ganz verstehe: Wieso brauchst du einen Freiarm, um einen Ärmel von rechts abzusteppen? Ich habe nur eine Nähmaschiene (weder Cover noch Overlock) und komme da ganz ausgezeichnet ohne Freiarm zurecht. Wenn du den Ärmel auf links drehst kannst du dann innen nähen. Ist natürlich etwas kniffelig mit dem langen Bündchen, das müsstest du wahrscheinlich etwas falten, damit es nicht so sehr im Weg ist. Liegt da das Problem? hmm… Ich nähe hauptsächlich für meinen 1,5jährigen Sohn, der hat normalerweise keine so langen Bündchen ;-)

    Ich hoffe, du hast meine wirre Erklärung verstanden – wenn nicht ist aber auch egal. =)
    Einen schönen Tag noch!

    Viele Grüße,
    Andrea

    • Katja 30. Januar 2017 um 15:44 Uhr - Antworten

      Ich glaube ich bin selber wirr… Knoten im Hirn! :D

  2. Steffi 5. Februar 2017 um 0:16 Uhr - Antworten

    Hallo Katja, das ist ja eine schöne Idee mit den (selbst) gestrickten Bündchen! Die sind schnell gestrickt und geben je nach Farbwahl echt nochmal den extra Pep! Ich glaube, ich hätte es intuitiv einfach genauso angenäht, wie du es jetzt auch gemacht hast. LG, Steffi

    • Katja 5. Februar 2017 um 12:26 Uhr - Antworten

      Ja wenn man stricken kann geht das natürlich schnell :) ich muss immer erst alles in Auftrag geben :D

  3. Katrin 5. Februar 2017 um 1:34 Uhr - Antworten

    Hallo liebe Katja,
    was soll ich sagen….auch ich hatte unserer Oma Strickbündchen in Auftrag gegeben, welche auf ihre Bestimmung wartend in meinem Nähkästchen liegen ? Und genau die selben Gedanken, mit Ovi ohne Messer, ist die NZ zu dick ect. hatte ich auch. Vielen lieben Dank für Deine Hilfe, hi,hi….. dann werd ich jetzt bei passendem Projekt ohne weiter zu grübeln zur Tat schreiten können. Ganz liebe Grüße, Katrin

    • Katja 5. Februar 2017 um 12:25 Uhr - Antworten

      Freut mich das auch andere einen Hirnknoten haben hihi!

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