Kostenlose Schnittmuster Knoepfe selber machen

Immer wieder begegnen mir diese tollen Knöpfe! Knallbunt, geringelt, selbst gemacht. Aus Fimo! Damit habe ich früher auch schon mal hantiert, nämlich zusammen mit meiner Mama in Kindertagen. Wir haben damals Broschen gemacht und an die selbst bemalten Seidentücher geklemmt. Was man halt so macht mit bastelwütigem Kind (also mir), das es zu beschäftigen gilt. Ich bin gespannt, ob Sophia auch so wird. Neulich hat sie sich schon mal mit Kugelschreiber ausgetobt. Auf ihrem Speckbeinchen.

Familienblog Nähfrosch Katja
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Fimo also. Damit müsste ich doch klar kommen. Ist doch wie Knete. Und einen Backofen hab ich auch. Und Anleitungen gibts auch. Jedenfalls vor unserem großen Urlaub war ich da schon ganz heiß drauf. Aber im Packstress und mit den ganzen Vorbereitungen war sogar mir klar, dass ich das besser nicht auch noch anfange. Aber kaum waren wir wieder da, die Maschine An-genäht, der erste Urlaubsbericht über den Langstreckenflug mit Baby getippt, kam der Gedanke: Ich mach das jetzt. Also nee, erst mal schön Fimo im Netz kaufen. Ich liebe Onlineshopping! Das ist so praktisch… (Warum ich das erst jetzt verblogge? Ganz einfach. Ich habe dauernd den RUMS-Tag verpennt! Argh. Aber jetzt hat es endlich geklappt!!!)

Einige Tage später wirft mir dann also der Herr Gemahl einen Umschlag auf den Tisch mit den Worten: “Deine Knete!” Juhuuuuu!!! 3 Pakete Buntes! Mint, Glitzerlila und Flieder.

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Erst mal bin ich dann noch ein bisschen um die bunte Knete rum geschlichen. Bis zu Tag X, an dem ich die Knete auf Instagram gezeigt habe mit der Ansage, dass ich jetzt Knöpfe mache. Jetzt muss ich also. Nicht. Das nächste Foto war eine Hose! Vor lauter Aufregung über die Knöpfe, ob ich die wohl hin bekomme und überhaupt, musste ich erst mal eine Hose nähen! Eine Aufregungsgrashopper. Weil die im Gegensatz zur ersten Grashopper ziemlich schnell ging, hab ich sie spontan am Ende noch benähmalt. Zum ersten Mal habe ich diese Technik ausprobiert und bin völlig hin und weg!!! Wieso dachte ich eigentlich, dass es voll kompliziert ist??? Macht total Spaß.

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Und dann war die Hose fertig. Mist, jetzt also doch Knöpfe! Auf Instagram wurde ich angefeuert und so habe ich mich dann doch gewagt! Ich habe euch mal meine Arbeitsschritte mit fotografiert. Das hat sich ja jemand gewünscht, gell Evi???

Knöpfe selber machen:

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Erst mal muss man kneten, bis der Fimo (das Fimo???) weich ist. Und zwar habe ich nur soviel geknetet, wie ich glaubte zu benötigen. Also für die Mitte einen halben Klotz, für den Rand jeweils 1/3 Klotz. Da hätte auch 1/4 gelangt. Dann rollt man die Mittelrolle zurecht, ich hab sie extra mal nicht zu lang gemacht, etwa wie einen Finger aber dicker. Das sind genug Knöpfe geworden! Ich hab sie nicht gezählt, aber mehr als 20. Man kann da innen auch noch Muster rein machen, aber ich wollte erstens nicht zu große Knöpfe und zweitens, dass das Glitzerlila gut zur Geltung kommt. Danach wurstet man sich die Umrandung zurecht. Dazu dünnere Würste wursten und die dann leicht aneinander andrücken bis man meint genug zu haben.

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Dann versucht man die Mittelwurst mit dem Teppich zu umwickeln und stellt fest, dass das Augenmaß zu wünschen übrig lässt. Wenn man dann endlich die ganze Mitte umwurstet hat, rollt man die ganze dicke Wurst hin und her, damit sie außen schön glatt und rund wird. Anschließend schneidet man Scheibchen runter. Ich habe mit einer ausgebauten Teppichmesserklinge geschnitten. Hatte ich einen Schiss, dass ich mich erwische! Aber es ist alles gut gegangen. Mein Mann hatte nach den ersten paar Scheibchen sogar genug Vertrauen, dass er aus dem Zimmer gegangen ist. ;P

Meine Scheibchen hab ich etwa 0,5 cm dick geschnitten, mehr oder weniger. So richtig gleichmäßig sind sie nicht geworden. Beim Schneiden muss man aufpassen, dass man die Wurst nicht platt drückt! Ich habe dann mehr gesägt, was dazu führte, dass die Farben ganz leicht ineinander verwischt sind. Also auch nicht das Wahre. Was ein bisschen hilft ist, nach jeder Scheibe die Rolle ein Stück weiter zu drehen, so macht man wenigstens nicht eine Seite ganz platt.

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Ich habe im Anschluss versucht es wieder etwas rund zu machen, aber so richtig hat es nicht funktioniert. Außerdem müssen natürlich noch Knopflöcher rein. Die habe ich mit einem Zahnstocher ungefähr in die Mitte gepiekt. Und dann gewendet und von der Rückseite auch nochmal durch gestochen. Sonst waren die nämlich nicht richtig, die Löcher. Zum Schluss habe ich versucht, die Dinger mit dem Boden eines Wasserglases eben zu machen, das hat aber auch nicht so wirklich gut geklappt. Egal, ab in den Ofen. Immer mal wieder nachschauen, nicht dass sie dunkel werden! Und ich habe dabei gut gelüftet, ich finde es stinkt etwas. Aber zum Glück ist der Geruch schnell weg und hängt nicht in der Bude rum. Die fertigen Knöpfe riechen nicht!

Da fehlt übrigens noch Schritt Nr. 9: Vergessen ein Foto von den fertigen Knöpfen zu machen!

Aber sie sehen so aus wie auf dem Bild vor dem Backen. Von daher ist das schon ok. Tja, nun habe ich einen Haufen Mintfliederglitzerlila Knöpfe! Mal sehen, wo die so ihren Platz finden werden. Ein paar sind schon verplant! Ihr dürft gespannt sein.

Ach ja, ich habe sie nicht mit Klarlack überzogen. Habe irgendwo gelesen, das soll man nicht, wenn man sie an Kleidung näht. Wegen waschen und so.

So, ich danke, dass ihr durchgehalten habt und schicke Knöpfe und Grashopper rüber zu  Meitlisache und Kiddikram und SeasonalSewing und am Wochenende zu SewingSaSu! Und zu Rums, denn einige der Knöpfe landen garantiert an irgendeinem Stück für mich!

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