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Stell dir vor, wie du mit deinem Rollschneider auf deiner Schneidematte Stoff schneidest. Und nun stell dir vor, dein Plotter könnte das für dich tun, mit einer Rollschneider-Klinge in absoluter Präzision! Feines Papier, Stoffe, Bastelkarton, Leder, Folien, Balsa Holz,… der Cricut Maker Plotter kann über 300 Materialien schneiden und noch vieles mehr. Ich stelle dir in diesem Artikel den Cricut Maker Plotter vor, erkläre was er kann, was nicht und für wen dieses Kraftpaket geeignet ist. In einem kurzen Video lasse ich dich am Unboxing teilhaben und zeige dir, wie ich den Cricut Maker und ein paar spannende Materialien auspacke. In einem weiteren kurzen Video begleitest du mich beim ersten Einschalten und Einrichten des Plotters (Neue Softwareversion!).

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Du fragst dich, was ein Plotter überhaupt ist? Dann empfehle ich dir diesen Artikel!

Dich interessiert eher der klitzekleine Plotter Cricut Joy? Dann schau mal hier!

Welcher Plotter ist der Beste? Welchen soll ich kaufen? Was sind die Unterschiede zwischen Geräten von Cricut, Silhouette und Brother? Hier erfährst du es!

Cricut-Maker-Plotter

Was ist der Cricut Maker?

Der Cricut Maker ist ein richtiger Allrounder. Mit diesem Gerät kann man gefühlt ALLES machen und die eigene Kreativität darf mal richtig durchgehen. 3D-Objekte, Wohndeko, Schmuck, Bügelbilder, Vinyl, Papierprojekte, Aufkleber, Zeichnen, Schreiben, nahezu jedes DIY Projekt lässt sich mit dieser intelligenten Schneidemaschine durchführen. Der Maker ist also ein Plotter, und zwar für die DIY Leute, die es “ernst meinen”. Das zeigt sich auch am Preis, er kostet 360 – 430 €, bringt aber auch gleich schon einiges an Zubehör mit.

Der Maker ist mit seinen 6,8 kg sogar ein recht großer Plotter (57 x 18 x 15,8 cm). Man muss wirklich sagen dass hier Designer mit Hirn am Werk waren. Das ganze Gerät ist sehr hochwertig und gut durchdacht. In der Klappe befindet sich zum Beispiel ein Fach für Werkzeuge wie den Haken zum Entgittern. Aber eben auch ein kleines Fach mit einem Magnet, in den man die losen Klingen legen kann ohne dass sie überall herum purzeln.

Außerdem gibt es oben eine Schiene, in die man sein Smartphone oder Tablet stellen kann um mit dem Plotter bequem zu arbeiten. Sogar das Bright Pad passt dort hinein, wie man auf dem Foto sieht. Damit der Akku nicht leer wird, kannst du dein Handy oder Tablet am Maker direkt laden! Da hat wirklich jemand mitgedacht.

Mein Maker hat die Farbe Champagner und sieht unheimlich edel aus, fast ein bisschen “apple-ig”. Schon allein wie man ihn öffnet ist der Hammer. Kennt ihr die Klodeckel, die man nur antippt und dann gehen sie von allein runter? So geht die Klappe vom Maker auf! Fehlt nur noch, dass Licht heraus strahlt und ein Chor singt. ;)

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Was ist beim Gerät standardmäßig schon dabei?

Der Cricut Maker kann über Bluetooth vom Rechner oder Laptop aus bedient werden, oder vom Smartphone oder Tablet. Er arbeitet mit der Software Cricut Design Space. Er kommt mit einer normalen Klinge, einer Rollschneider-Klingt für Stoffe, einem schwarzen Stift, einer rosa Matte für Stoffe und einer blauen leicht klebenden Matte für Papiere, Bastelkarton und Folien. Außerdem ist ein Umschlag mit Material für den ersten Schnitt während des Einrichtens mit dabei.

Er hat zwei Halterungen für Werkzeuge, nämlich eine Klemme für Klingen und eine Klemme für Stifte. Klingen und Stifte gibt es ganz viele verschiedene, je nachdem welches Material man damit bearbeiten möchte. Und es werden immer noch weitere Werkzeuge und Stifte entwickelt!

Für wen ist der Cricut Maker geeignet?

Für alle Kreativen, die ein bisschen mehr wollen. Die wirklich mit der Maschine arbeiten möchten. Zum rumstehen ist sie zu groß und zu teuer. Der Cricut Maker erreicht bis zu 4 kg Anpressdruck, das ist mehr als die meisten anderen Schneidplotter im Hobbybereich so bieten. Das bedeutet, er kann eben dicke Materialien wie Bastelholz und Leder gut schneiden.

Aber auch feine Materialien schneidet er sehr gut und eben auch Stoff, ohne dass der Stoff verstärkt oder sonst wie gebändigt werden muss. Einfach Stoff auf die rosa Matte und los! Für die Quilt- und Patchwork-Fraktion oder zum Paperpiecing also nicht uninteressant.

Im Cricut Design Space gibt es auch einige Schnittmuster zum Nähen (z.B. für Taschen) als fertige Projekte, die man mit dem Plotter direkt zuschneiden lassen kann. Sehr praktisch dabei: man kann vor dem Schneiden einfach die Nahtlinie per Stift einzeichnen lassen, genau wie sämtliche Markierungen im Schnitt. Ich schweife schon wieder ab. Durch die vielen Werkzeuge kann er in so vielen DIY Bereichen eingesetzt werden, dass es absolut den Rahmen sprengen würde, sie alle aufzuzählen.

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Was kann der Cricut Maker?

Mit dem Cricut Maker kannst du nahezu alles tun.

  • Er schneidet mit dem eingesetzten Messer Vinylfolie, Aufbügelfolie (Flex und Flock), Sticker, Bastelpapier.
  • Er zeichnet und schreibt mit dem eingesetzten Stift z.B. Sticker für deine Vorratshaltung, direkt auf eine Karte oder Adressen auf Umschläge oder auf Stoff.
  • Er schneidet mit dem Rollmesser Stoff ohne ihn zu ziehen. So brauchst du den Stoff nicht vorbehandeln wie bei anderen Plottern.
  • Es gibt eine Print then Cut Funktion, also du kannst etwas auf dem Drucker ausdrucken und anschließend mit dem Maker schneiden – z.B. Aufkleber! Der Maker erkennt mittels eines guten Sensors das Gedruckte Motiv und kann sich daran orientieren.
  • Er schneidet mit der tiefen Klinge auch dicke Materialien wie Balsa Holz (bis 2,4 mm).
  • Mit dem Scoring-Wheel prägt er gestochen scharfe Falzlinien in Karton, (beschichtete) Pappe und mehr
  • Ritzen, Gravieren, Prägen, Perforieren, Wellenschnitt und andere dekorative Effekte, mit dem richtigen Werkzeug klappt all dies.
  • Er kann auf den normal großen Matten Materialien von maximal 30,5 x 30,5 cm verarbeiten, auf den langen Matten bis 30,5 x 60,9 cm.
  • Der Maker wird über Bluetooth vom Handy, Tablet, Laptop oder PC angesteuert, er hat kann aber auch mit Kabel am Rechner angeschlossen werden. (Einfach die App “Cricut Design Space” runterladen.)
  • Du kannst dein Handy oder Tablet direkt am Maker laden, damit der Akku nicht während des plottens plötzlich leer wird.
  • 50 kostenlose Designs kannst du aus dem Design Space herunterladen, so dass du direkt starten kannst. Davon sind 25 Schnittmuster! (Z.B. Schnitte von Simplicity oder Riley Blake.) Aber auch eigene Designs kannst du mit dem Maker verwirklichen, und natürlich kannst du auch “fremde” Plotterdateien hochladen und dann plotten.
  • Er sieht extrem stylisch aus, und ist wirklich gut durchdacht.

Und was kann der Cricut Maker nicht?

  • Er kann keine “Smart Materials” verarbeiten, wie der Cricut Joy. (Für die braucht man keine Matte)
  • Er kann keine vorgefalzten Karten schnell schneiden, wie der Cricut Joy, denn es gibt keine spezielle Karten Matte.

Wenn dein PC oder Laptop kein Bluetooth anbietet, dann kannst du dir mit solch einem Dongle behelfen. Das wird dann einfach an einen USB Anschluss deines Rechners gesteckt und schon spricht er Bluetooth!

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Cricut Maker Cricut Joy 024

Mit welchen Materialien arbeitet der Cricut Maker?

Du hast im Prinzip zwei Möglichkeiten, den Maker mit Material zu füttern: Du kannst natürlich die speziellen Cricut Materialien benutzen. Es gibt verschiedene (gemusterte) Folien, Papiere mit klebender Rückseite (also quasi (beschreibbare) Aufkleber), Infusible Ink (das ist aufbügelbare “Farbe” die IN das Textil eindampft und nicht obendrauf klebt), Bastelkarton, Aluminium Platten zum gravieren, Bastelholz zum Modellbau und viele viele Materialien mehr. Man braucht halt nur die passende Klinge und Matte dafür.

Du kannst aber auch alle anderen Papiere, Stoffe, Aufkleber Papiere, Vinyl oder Bügelfolien in deinem Maker benutzen, indem du sie gegebenenfalls zurecht schneidest und dann auf die entsprechende Matte klebst. (A4 Folien und Papiere passen natürlich direkt so auf die Matte!)

Die verschiedenen Messer und Stifte sind leider nicht kompatibel zwischen den größeren Cricut Maschinen und dem Joy oder Plottern anderer Hersteller.

Die “Smart” Materialien die man für den Cricut Joy ohne Matte verwenden kann, funktionieren nicht im Maker.

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Ein paar Worte zur Software Cricut Design Space

Viel will ich noch gar nicht zu Cricut Design Space sagen, denn das wäre ein bisschen unfair. Mit meinem alten Silhouette Portrait Plotter und dem zugehörigen Design Studio habe ich mich ja schon mehr beschäftigt, deshalb bediene ich das natürlich schneller und weiß wo ich was suchen muss und was ich in etwa damit machen kann. Ein paar Sachen sind mir beim Design Studio allerdings direkt aufgefallen.

  • Die App für Tablet und Smartphone unterscheiden sich von der Software für den Rechner. Die Version für den Rechner bietet mehr Funktionen.
  • Zum Beispiel kann man sich auf dem Rechner eine Vorlage anzeigen lassen, die einem hilft, die Objekte in die richtige Größe zu ziehen, oder schön anzuordnen. Genauer gesagt kann man sich z.B. ein tailliertes Damen Shirt mit V-Ausschnitt in Gr. M als feine Linie anzeigen lassen, und da drauf dann mit Motiven experimentieren. Es gibt echt viele Vorlagen, zum Beispiel auch Muffins wenn man Muffin-Topper designen will. Ziemlich cool oder?
  • Was mich richtig doll stört, ist dass man sich nicht anzeigen lassen kann, bis wo hin die Matte geht! Man sieht also seine “Leinwand” auf der man designen und Projekte zum plotten anordnen kann, aber man sieht nicht, wo die Matte enden würde. Man muss immer im Kopf haben, wie breit die Matte ist und es sich dann selber ausrechnen obs hin kommt. Bevor man schneidet sieht man eine Vorschau, da sieht man ja dann was auf der Matte ist und was zu groß. Aber warum zum Kuckuck erst dann?
  • Aber ziemlich cool ist, wenn man Folie zum aufbügeln als Material auswählt, wird man noch mal gefragt, ob man gespiegelt hat. DAS IST SO TOLL! Wie oft habe ich mir meine Folien verschnitten weil ich das Spiegeln vergessen habe!!!
  • Es gibt viele viele viele Projekte, aus denen man auswählen kann. Einige Free, andere kostenpflichtig. Ich habe meinen alten Portrait immer nur mit “externen” Plotterdateien benutzt und eigentlich nie was bei Silhouette gekauft oder gesucht. Beim Cricut Design Space landet man aber eben immer in der Galerie mit all den tollen Projekten, so dass man die viel mehr im Blick hat und bestimmt auch eher mal nutzt. Es gibt dort auch viele Nähprojekte mit Schnittmustern z.B. von Simplicity, das ist ziemlich cool.

Wenn du dich jetzt fragst, ob das überhaupt was für dich ist, dann schau einfach mal rein, in die Software. Die kannst du dir nämlich einfach mal runter laden und selber ausprobieren, ob du klar kommst oder noch Übung brauchst.

Hier kannst du dir die App oder Software direkt bei Cricut herunterladen.

Unboxing Cricut Maker

Hier findest du unser kleines Video vom Auspacken des Cricut Maker!

Inbetriebnahme des Cricut Maker

Hier zeige ich dir, wie wir den Cricut Maker das erste Mal angeschaltet haben. Ich verbinde das Gerät, registriere es in der App und mache den ersten Schnitt zum Einrichten des neuen Plotters! Zur Inbetriebnahme des Cricut Maker solltest du das Material im mitgelieferten Umschlag bereit halten. Unter dem Video findest du die Anleitung als Text.

Registrieren und Einrichten

Wenn du das erste Mal deinen Cricut Maker mit deinem Endgerät verbindest, musst du das Gerät registrieren und einrichten. Das geht ganz schnell, in 5 Schritten.

Schritt 1

Lade dir die Cricut Design Space App auf dein Tablet oder Handy herunter, oder installiere Cricut Design Space auf deinem Rechner.
Richte dir deinen Account ein.

Hier kannst du dir die App oder Software direkt bei Cricut herunterladen.

Schritt 2

Öffne Cricut Design Space auf deinem Endgerät.
Klicke oben links auf den Kreis mit deinen Initialen und wähle “Maschineneinrichtung” aus. Wähle den Cricut Maker aus.
Folge den Anweisungen:

Schritt 3

Setze das beiliegende Stromkabel zusammen und schließe damit deinen Cricut Maker am Stromnetz an.
Stelle eine Bluetooth Verbindung zwischen dem Cricut Maker und deinem Rechner / Tablet / Smartphone her.
Klicke auf “Weiter”.

Schritt 4

Nun wird überprüft, ob dein Cricut Maker über die aktuelle Firmware verfügt.
Klicke auf “Update”.

Schritt 5

Gegebenenfalls dauert es jetzt einen kurzen Moment, wenn dein Maker aktualisiert wird.
Klicke auf “Weiter”.
Dein Cricut Maker ist nun registriert und eingerichtet.
Du kannst nun einen ersten Testschnitt durchführen.

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Einen ersten Testschnitt durchführen

Direkt nach dem Registrieren und Einrichten kannst du einen Testschnitt durchführen. Dazu halte das mitgelieferte Material (ein Stück Bastelkarton) in dem Umschlag bereit.

Schritt 1

Wähle eines der 6 einfachen Motive aus und klicke auf “Weiter”.

Schritt 2

Überprüfe, dass die mitgelieferte Klinge eingesetzt ist und die Klemme geschlossen ist.
Klicke auf den Pfeil nach rechts.

Schritt 3

Entferne die Schutzfolie von deiner Schneidematte. Die Folie gut aufbewahren und später wieder drauf kleben!
Lege das mitgelieferte Stück Bastelkarton oben links in die Ecke der Schneidematte und streiche es fest.

Lege die Matte mit dem Bastelkarton im Cricut Maker vorne in die Führungsschienen ein.
Drücke am Cricut Maker auf den Knopf mit den beiden Pfeilen, dadurch wird die Matte eingezogen.

Schritt 4

Wenn du nun am Cricut Maker auf den Knopf mit dem “C” drückst, beginnt der Schneidevorgang.

Schritt 5

Wenn der Schneidevorgang abgeschlossen ist, klicke auf “Weiter”.

Schritt 6

Um die Matte auszuwerfen, drücke am Cricut Maker auf den Knopf mit den beiden Pfeilen.

Schritt 7

Nimm Matte aus dem Cricut Maker heraus, und klicke im Design Space auf “Fertigstellen”.

Schritt 8

Nun kannst du dein Motiv entgittern. Drehe dazu dein Projekt um und ziehe vorsichtig die Matte vom Bastelkarton ab. Die Matte dafür biegen, dann löst sich der Karton. Entferne dann mit einem Haken ggf weitere Details aus deinem Bastelkarton.

Schritt 9

Nun kannst du mit deinem Motiv aus Karton etwas basteln!

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