Raus aus der Komfortzone naehen mit Satin

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Es ist erstaunlich, wie schnell wir Gewohnheiten entwickeln. Auch in neuen Situationen wie z.B. im Urlaub fängt man unbewusst vom ersten Tag an, Routinen zu bilden. Man schläft auf der gewohnten Bettseite. Man setzt sich am 2. Morgen an den gleichen Tisch im Frühstücksraum. Und so weiter. Gewohnheiten und Routinen sind toll, denn so spart der Mensch Energie. Es ist keine Entscheidung nötig, alles läuft bestenfalls auf Autopilot. Hallo Komfortzone! Was isses gemütlich hier. Auch beim Nähen gerät man wahnsinnig schnell in seine persönliche Komfortzone. Schnitt XY sitzt gut, der wird rauf und runter genäht. Klappt prima! Es wird zur Routine. Raglan im Schlaf. Heute erzähle ich euch, wie ich durch die neue Frühjahr/Sommer Kollektion von Jolijou aus meiner Komfortzone heraus in die Lernzone gekickt wurde und was ich dort erlebt habe! Achtung Spoiler: Nähen mit Satin!!!

Familienblog Nähfrosch Katja
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Grundsätzlich brauche ich die Herausforderung, ich habe innerlich das Bedürfnis mich weiter zu entwickeln. So habe ich meine Baumwollphobie überwunden. So kam ich zu meiner ersten Tasche (die zugegebenermaßen ein echter Krampf war). So kam es zum Plottertreffen. Eine gute Möglichkeit stets aus der Komfortzone herausgerissen zu werden, sind Probenähen. Ob nun Schnittmuster oder Stoffe, Stick- oder Plottdateien. Die Designer verpassen einem den manchmal notwendigen Tritt in den Allerwertesten, der uns ins kalte Wasser der Lernzone katapultiert.

Genau das ist mir passiert. Quasi die Hardcore Variante. Ich bewegte mich einen Zentimeter aus meiner Komfortzone heraus, bewarb mich als Designnäher. Es folgte ein leichtes Glücksgefühl dass ich es gewagt hatte. Gespannt wartete ich, ob ich zum auserwählten Kreis gehören würde. Bähm, ich bin drin! Designnäher für Jolijou! Freudige Aufregung, herum hüpfen, tanzen, pfeifen. Eine rosarote Näh-Wolke umgab mich. Ja und auch der kleine Stoffsuchti in mir klatschte in die Hände!

Dann erfuhren wir, um welche Stoffe es in der ersten Runde gehen sollte. Oooooch sahen die toll aus! Und der, und der! (Die nächste Zeit zeige ich euch noch eine ganze Menge!) Moment, was?! Mir sprang da etwas ins Auge. Viskose, achso, kenn ich. Ist so dünner Jers…. Was? Webware?! Öhhhhhh….ooookay? Puh. Und daneben? Satin?! Ja gut, es war schön dabei gewesen zu sein. Kurzes Vergnügen. Ich geh dann mal zurück in meine Komfortzone… Doch ich lebe am Limit. Schließlich stelle ich manchmal Sophias Lieblingsbecher in die Spülmaschine und sie muss einen andern benutzen. Wenn das mal nicht Risikobereitschaft ist?! Her mit dem Viskose und Satin! Huaaaarrr ich werde euch bezwingen!

Nähen mit Satin

So weit entfernt von der Komfortzone, am äußersten Rand der Lernzone, direkt neben der Panikzone war mein Puls doch ziemlich erhöht. Und ich durfte ja noch nicht mal jemandem was verraten!!! Mein Plan war, als erstes das www nach Nähtipps zu durchforsten. Während um mich herum langsam auf Herbst umgestellt wurde und ein Hoodie nach dem anderen auf meiner Pinnwand angezeigt wurde, stellte ich mich mental zurück auf Frühjahr/Sommer ein. Alle suchten Schnitte für Sweat, ich für flatterige Kleidchen. Da die Recherche nicht befriedigend war und ich zu jedem Tipp auch oft die genau gegenteilige Empfehlung fand, habe ich beschlossen, meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Es wird hier also demnächst Tipps und Best Practices zum Nähen mit Satin und Viskose Webware geben!

Lasst euch von dem Wort Satin nicht irre machen. Bei Swafing ist hier ein fast schon canvas-artiger nicht glänzender und ganz leicht stretchiger aber standhafter Stoff gemeint. Mein Fazit zum Nähen mit Satin: der lässt sich unglaublich toll nähen. Ohne Witz, ich habe mich Hals über Kopf in diese Qualität verliebt. Das verlassen meiner Komfortzone hat sich hier sowas von gelohnt! Da hätte ich echt was verpasst. Ich kann euch diese Stoffqualität namens Satin von Swafing wirklich aus ganzem Herzen empfehlen. Sogar ganz tolle Taschen sind daraus bei meinen Kollegen entstanden. Und das Design aus der Berry Dreams Kollektion von Jolijou hier in pink sieht doch auch klasse aus oder?

Wo ich schon mal so weit ausserhalb meiner Komfortzone zugange war, hab ich es gleich richtig krachen lassen. Sogar den Angstgegner Burda nahm ich in Angriff! Und so kann ich euch heute voller Stolz ENDLICH präsentieren: Mein Satin Kleid. Der Schnitt ist aus der Burda 04/2013 Model 108, den hab ich online gekauft. Es hat auch fast gepasst, ich musste nur Rückenabnäher einbauen, weil ich wie so oft 2 Größen gemixt habe. Der Bobbes hat nämlich eine andere Komfortzone als der Oberkörper! ;)

Die Stoffe der Swafing Frühjahr-/ Sommerkollektionen 2017 „Cactus Blossom“ & „Berry Dreams“ von Jolijou werden im Februar 2017 an viele Stoffhändler mit Swafing Sortiment ausgeliefert. Viele der Stoffe könnt ihr schon jetzt bei Eurem liebsten Stoffhändler entdecken, andere kommen im Laufe der nächsten Zeit hinzu. Da kann der Sommer doch kommen!

Was sind eure Gedanken zum Nähen in der Komfortzone?

Geht es euch auch so? Habt ihr es gern bequem oder sucht ihr die Herausforderung?
Dieses Raus-aus-der-Komfortzone-Kleid schaut noch bei RUMS vorbei.

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