Heute erkläre ich euch etwas über ein in der Fotografie wichtiges Element: Nicht die Schärfe, sondern die Unschärfe. Im Fachjargon Bokeh genannt.

Info: Der Begriff Bokeh stammt aus dem Japanischen und bezeichnet die Qualität oder Ästhetik des Unschärfebereichs in einem Foto.
Bokeh Ringe

Sehr weiches und ruhiges Bokeh: Sigma 24mm f/1.4 Art

Nun fragen sich einige, wie kann die Unschärfe denn wichtig sein, man will doch scharfe Bilder? Was hier gemeint ist, ist natürlich nicht das Objekt oder die Person, welche natürlich scharf sein soll, sondern vielmehr das Drumherum, der Hintergrund, welcher durch die Unschärfe das Motiv isoliert und somit vom Hintergrund abhebt.

Hierbei beschreibt das Bokeh genau genommen nicht einfach „nur“ die Unschärfe im Hintergrund, sondern wie die Ästhetik der unscharfen Ringe und Kreise ist. Dabei spielen viele Faktoren bei der Konstruktion eines Objektivs mit hinein, bspw. die Anzahl der verbauten Linsen, die Beschichtung, etc.

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Ob ein Bokeh eines bestimmten Objektivs als schön oder unschön empfunden wird ist dabei äußerst subjektiv. Die unscharfen Kreise und Ringe können dem Einen zu unruhig, unrund, etc. sein während ein anderer gerade das unruhige Bokeh eines „Nifty-Fifty“ (das sind die günstigen lichtstarken 50 mm Objektive) ansprechend findet.

Bokeh Nifty Fifty

Bokeh eines „Nifty Fifty“: Sony 50mm f/1.8

Feld Bokeh nähen

Unruhiges Bokeh: Sony 50mm f/1.8

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Wiederum kann einem das äußerst weiche Bokeh eines f/1.2er Objektivs genau richtig sein, ein anderer findet es zu soft. Die Geschmäcker sind halt verschieden, wobei die Tendenz schon ein wenig in Richtung weiches, ruhiges Bokeh geht.

Naehfrosch_Anemone_21

Sehr weiches Bokeh: Sony 85mm f/1.8

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Sonnenuntergang Bali Gunug Agung

Es gibt auch Objektive, deren komplette Entwicklung von Anfang an das Ziel hat, eine bestimmte Unschärfe zu erzielen. Beispiele hierfür sind:

Nikon 58mm f/1.4 (sehr weiches Bokeh)

 Sony 100mm f/2.8 G Master (sehr rundes Bokeh)

 Sigma 105mm f/1.4 Art Bokeh Master (sehr ruhiges Bokeh)

 Nikon 105mm f/1.4 (sehr weiches Bokeh)

Dann gibt es auch noch Objektive die einen sogenannten „Swirl-Effekt“ oder „Swirly-Bokeh“ erzeugen. Dabei scheinen die Unschärfe-Kreise um das Motiv herum zu kreisen. Beispiele hierfür sind:

 Helios 44-2 58mm f/2 (altes sowjetisches Objektiv)

 Helios 40-2 85mm f/1.5 (Neuauflage eines alten sowjetischen Objektivs)

 Petzval 85mm f/2.2 (Neuauflage eines alten Petzval Objektivs)

 Petzval 58mm /f1.9 (Neuauflage eines alten Petzval Objektivs)

Swirly Bokeh

Katzenaugenförmige Kreise mit leichtem Swirly Effekt: Nikon 85mm f/1.8

Swirly Bokeh

Leichter Swirly Effekt: Nikon 85mm f/1.8

Fazit

Ob einem das Bokeh eines bestimmten Objektivs gefällt oder nicht ist äußerst subjektiv. Die meisten bevorzugen eine weiche und ruhige Unschärfe. Aber auch das unruhige Bokeh eines Nifty-Fifty mit seinen Kanten und Ecken hat seine Fans.

Hier erfährst du mehr über die Blende welche das Bokeh maßgeblich beeinflusst

Hier erfährst du mehr über Festbrennweiten vs. Zoom-Objektive

Objektive in diesem Artikel

Ich verlinke euch im Folgenden alle Objektive, die in diesem Artikel vorgekommen sind und die ich selbst genutzt habe. Ich erwähne nur Objektive, die ich selbst getestet habe und die ich vollkommen weiterempfehlen kann! Tendenziell ist es natürlich so, dass die teureren Objektive auch mehr bieten – sei es mehr Schärfe oder einen schnelleren Autofokus. Aber was die Bildqualität anbelangt, können auch die günstigen Objektive mit den teuren mithalten. Zumindest die hier genannten ;)

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Sigma 24mm f/1.4 Art

Sigma 50mm f/1.4 Art

Canon/Nikon/Sony 50mm f/1.8

Sony 85mm f/1.8

Nikon 85mm f/1.8

 Canon 100mm f/2.8 Makro

Tamron 70-200mm f/2.8

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