Geplottete Palmen in den Nordsee Dünen

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Manchmal reicht die Zeit nicht zum Nähen, deshalb habe ich hier mal ein gekauftes Shirt kurzerhand beplottet. Mit sommerlichen Palmen und sehr dezenter Folie habe ich mir ganz leicht und schnell ein Unikat geschaffen. Das Shirt kam gleich in den Urlaubskoffer, und hat mich im Sommer an der Nordsee begleitet. Vom Tagesausflug nach Spiekeroog und dem unglaublichen Regenguss der mich voll erwischt hat, möchte ich heute erzählen. Natürlich mache ich mit dem Shirt bei der Linkparty „Du für Dich am Donnerstag“ mit!

Finde hier Berichte von unseren Reisen.

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Als wir von Meerweh geplagt kurzfristig eine Woche an der Nordsee buchten, dachte ich eher an Drachensteigen, Windjacken, Fischbrötchen und Mützen. Statt dessen hatten wir Sonne satt, an die 30 Grad, windstille (!) und hätten Palmen da gestanden, hätte es auch das Mittelmeer sein können. Es war wider erwarten ein richtiger Badeurlaub im August in Ostfriesland! So habe ich die Nordsee noch nie erlebt, aber dem Mann der zum ersten Mal dort war, dem hat es extrem gut gefallen. Ob ihm die „richtige“ Nordsee ohne dieses Ausnahmewetter auch so gut gefallen hätte, ich weiß es nicht! ;)

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Jedenfalls habe ich kurz vorm Reiseantritt festgestellt, dass ich wohl doch einige Tshirts und kurze Hosen mit einplanen sollte. Gerne wollte ich die tolle Kulisse mit Strand und Dünen für Fotos von etwas selbst Genähtem nutzen, aber da hat die Zeit dann so kurzfristig nicht mehr ausgereicht. Doch den Plotter wollte ich eh schon längst mal wieder bemühen, und so habe ich kurzerhand dieses gekaufte Shirt beplottet!

Hier gibts noch mehr Inspiration rund ums Plotten.

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Das Bild mit dem Palmen hier ist aus der Datei „Sprüche Beach Time“ von Kleine Göhre und lässt sich schnell mal eben einfarbig plotten. Ich habe eine transparente Fashion Folie von Happy Fabric verwendet und das macht ihr mir so bitte nicht nach. Denn inzwischen bin ich schlauer! Die Folie ist etwas dicker, steht auch in der Beschreibung. Nur klebt ja leider keine Beschreibung auf der einzelnen Folie und in meiner Vor-Urlaubs-Hektik hab ich nicht dran gedacht mich nochmal zu informieren. Die Folie ist NICHT für dehnbare Stoffe geeignet. Tja nun. Dumm gelaufen. Sie hält, und weil das Muster nicht komplett massiv ist, ist das Tragegefühl auch ok.

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Das Entgittern, also das Herauslösen des geschnittenen Motivs von der Trägerfolie, hat EWIG gedauert. Wirklich. So fein ist das Motiv meiner Meinung nach gar nicht, aber es war wirklich eine Qual. Diese Folie also bitte nur für sehr sehr grobe Motive benutzen, oder ihr werdet extrem viel fluchen. An den zackigen Palmenblättern war es echt ätzend, da sich die Folie in verschiedenen Schichten gelöst hat und ich jede Schicht dann einzeln entgittern musste. Urgs.
Das Aufpressen war auch nicht so ganz spaßig, die dicke Folie braucht ne Weile bis sie hält.

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Der Look mit recht „unscheinbarer“ transparenter Folie gefällt mir sehr gut und das Shirt ist eines meiner Lieblingsshirts geworden, obwohl die Folie ja nicht für Shirts geeignet ist. Ich werde mir also auf alle Fälle demnächst mal von irgendwo eine DÜNNE transparente Folie zulegen, und damit mal herum experimentieren. Da gibts ja die lustigsten Dinger, mit Glanz, irgendwelchen lustigen farbigen Schimmereffekten und so weiter.

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Die Fotos entstanden übrigens auf Spiekeroog. Einer sehr schönen ostfriesischen Insel ohne Autos. Wir waren natürlich voll in der Saison dort, und mit uns trottete ein wahrer Touristenstrom vom Schiff zum Strand, quer durch die Insel. Wir hatten den Buggy, den wir mit den Kindern und allerhand Gepäck für den Strandbesuch vollgeladen hatten. Am Strand angekommen, haben wir unsere obligatorische Strandmuschel aufgebaut, uns umgezogen, alles ausgebreitet und dann ging alles ganz schnell.

Erfahre hier alles zu unserem Reise-Buggy.

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Von jetzt auf gleich gab es ein paar Windböen, es donnerte, woraufhin Alex schrie, und dann gab es einen richtigen Wolkenbruch, woraufhin auch alle andern Leute schrien. Wir haben irgendwie die Kinder in den Wagen, Handtücher drauf geschmissen und sind los gerannt – mit der Menschenmasse. Stefan rannte mit Sophia vor, ich war mit dem Wagen und Alex nicht so schnell. Ein gutes Stück vom Strand entfernt war ein Restaurant, dort trafen wir uns wieder. Der Regen hatte nach vielleicht einer Viertelstunde wieder aufgehört – und ich war nass bis auf die Knochen. Wirklich. Die Schuhe getränkt von Wasser. Tshirt, Haare, Hose, BH, alles hat getropft! Sogar die Unnerbuxe war komplett durchnässt.

Selbst in Singapur sind wir nicht ganz so nass geworden!

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Für die Kinder hatten wir Wechselklamotten, die in der Tasche einigermaßen trocken geblieben sind. Für uns hatten wir je eine leicht feuchte Sweatjacke. Das wars. Und wir mussten noch quer über die Insel latschen und dann mit der Fähre fahren und dann zum Auto laufen und dann mit dem Auto zur Ferienwohnung. Boa, ich sags euch, so klatschnass und frierend und wenn man weiß dass man sich erst etliche STUNDEN später umziehen kann… also die Laune hebt das nicht *hust*.  Auf die Fähre stieg Stefan also mit unten Badehose (trocknete schneller!) und oben Sweatjacke. Ich hatte die Freude, zu meiner Sweatjacke das Strandlaken zu kombinieren. Die klatschnasse Unnerbuxe hatte ich aber unten drunter an gelassen! Ohne Hose auf der Fähre wäre doch etwas zu komisch gewesen :P

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Mama Katja

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Über den Autor:

Ich heiße Katja und lebe mit Mann und meinen Kindern Sophia (*2013) und Alex (*2016) im Rhein-Main-Gebiet. Obwohl ich diplomierte Mathematikerin bin, liebe ich es zu schreiben und zu nähen. Das ist mein kreativer Ausgleich zum turbulenten Leben mit den kleinen Chaoten!

4 Comments

  1. Martina 20. Oktober 2018 um 9:15 Uhr - Antworten

    „Von jetzt auf gleich gab es ein paar Windböen, es donnerte, woraufhin Alex schrie, und dann gab es einen richtigen Wolkenbruch, woraufhin auch alle andern Leute schrien.“
    Da musste ich echt lachen 😎🤣.
    Deinen Blog habe ich durch #ostfriesland über Instagram gefunden – liest sich seeehr schön, ist lebendig, farbenfroh und professionell. Danke. Auf jeden Fall werde ich dir jetzt bei Insta folgen. Auch wenn ich nicht nähen kann 😆

    • Katja Czajkowski 20. Oktober 2018 um 22:31 Uhr - Antworten

      Das freut mich! Schön, dass du da bist! Zu einem großen Anteil bin ich ja auch ein Mamablog bzw. ein Reiseblog! Über Ostfriesland kommen noch ein paar schöne Artikel, bin noch am schreiben. Mir fällt immer so viel ein dass ich einen Artikel dann in 2-3 aufteilen muss deshalb dauerts manchmal etwas xD Schon die andern Reise-Artikel entdeckt?

  2. Liss 21. Oktober 2018 um 19:22 Uhr - Antworten

    Hahahah, das ist mal ein Bericht :D Ich liebe die Nordsee, weil ich an der schönen Natur bin, aktiv sein kann und die Seele baumeln lassen kann. Genau so gerne mache ich einen Aktivurlaub Südtirol. Ich liebe es einfach an der frischen Luft zu sein. Ich denke, dass es vielen so geht wie mir :)

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