Nun hat man dieses Schnittmuster, oder diesen Schnittmusterbogen aus einem Buch, und wie geht es weiter? Wer mit dem Nähen beginnt, der hat oft viele Fragezeichen im Kopf. Mit diesem Artikel möchte ich etwas Licht ins Dunkel bringen und dich an die Hand nehmen. Ich erkläre dir genau, was du mit deinem Schnittmuster nun anstellen musst, wie du es auf den Stoff überträgst und was überhaupt diese kryptischen Zeichen darauf zu bedeuten haben.

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Du möchtest nähen lernen, weißt aber nicht wo du anfangen sollst? Oder du trittst auf der Stelle und kommst einfach nicht voran? Dann schau dir unsere Rubrik "Nähen lernen" an mit jeder Menge Tipps und Tricks. So meisterst du dein erstes Näh-Projekt!

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Schnittmuster lesen

Jedes Nähprojekt beginnt mit dem Lesen des Schnittmusters. Für jedes Nähprojekt erfährst du hier alles, was du wissen musst. Zum Beispiel welche Schnittteile du wie oft benötigst und auf welchem Schnittbogen du diese finden kannst. Mache dir auf deinem Schnitt dann auch ruhig Notizen, zum Beispiel ob die Nahtzugabe enthalten ist oder nicht, wieviel Saumzugabe du wo geben musst und so weiter.

Ein Schnittmuster besteht üblicherweise aus mehreren Größen, die sich entweder in Farben oder Linienart (z.B. gestrichelt, gepunktet,…) unterscheiden. Ein Schnitt besteht oft aus mehreren Teilen z.B. Vorder- und Rückteil plus einem Ärmel. Ebook Schnittmuster sind meistens sehr übersichtlich, während große Schnittbögen aus Büchern oder Zeitschriften so viele Schnitte beherbergen, dass ein Ubahnplan ein Klacks dagegen ist. Markierungen an den Rändern des Bogens helfen dir bei der Orientierung. Das Wichtigste ist erst einmal, dass du die richtigen Schnittteile findest. Diese sind bei der Anleitung angegeben, meist auch nach welcher Farbe du Ausschau halten musst und auf welchem Schnittbogen. Ist ein Zuschneideplan bei der Anleitung abgedruckt, siehst du hier schon einmal die Form der Schnittteile, die du suchst.

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Schnittmustermarkierungen

Auf den Schnittmustern des beiliegenden Schnittmusterbogens findest du unterschiedliche Symbole und Bezeichnungen. Übertrage alle Markierungen auf der linken Stoffseite, sie helfen dir später beim Nähen.

Fadenlauf

Der Pfeil im Schnittmuster kennzeichnet den Fadenlauf. Achte darauf, das Schnittteil immer entsprechend des Fadenlaufs zuzuschneiden. Der Fadenlauf beschreibt die Richtung der Kettfäden eines textilen Gewebes. Du kannst ihn leicht erkennen: Die festeren Webkanten an den Seiten deines Stoffstückes verlaufen in der gleiche Richtung wie der Fadenlauf.

Stoffbruch

So nennt man die Kante, an welcher der Stoff im Fadenlauf gefaltet wird. Man legt z. B. das Schnittmuster eines T-Shirts am Bruch an, schneidet zu und wenn man das Teil aufklappt, hat man ein komplettes T-Shirt. Der Fadenlauf ist immer parallel zur Webkante. Am Bruch gibt man keine Nahtzugabe.

Doppelte Stofflage/gegengleich

Der Stoff wird gefaltet, so dass er doppelt liegt und der Schnitt wird dann aufgelegt. Hierdurch entstehen bei einem Zuschnitt gleich zwei gespiegelte Teile.

Knipse/Passzeichen

Die kleinen Markierungen, sogenannte Knipse oder Passzeichen, solltest du unbedingt mit auf den Stoff (linke Seite!) übertragen. Damit sind diese kleinen Striche z.B. am Ärmel gemeint. Diese helfen dir, den Schnitt passgenau zusammenzunähen. Du kannst die Knipse mit einem kleinen Einschnitt innerhalb der Nahtzugabe kennzeichnen (Vorsicht, darf nur wenige mm eingeschnitten werden!) oder mit einem Marker/Kreide anzeichnen. Üblicherweise sind bei einem Ärmel hinten 2 Passzeichen (kleine Striche) und vorne eines. So weißt du, wie herum du den Ärmel einnähen musst!

Knopfposition

Dieses Symbol, meist ein kleiner Kreis, zeigt die Position eines Knopfes an. Übertrage es mit einer Stecknadel oder Schneiderkreide/Trickmarker.

Größenlegende

Bei jedem Schnittteil zeigen unterschiedliche Linien die verschiedenen Kleidergrößen an. Die Größenlegende sagt dir, welche der Linien du brauchst.

Die wichtigste Grundausstattung zum Nähen: Was braucht man an Nähzubehör und was ist einfach nur überflüssig? Hier zeige ich euch, was wirklich wichtig ist.

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Schnittmuster ausschneiden

Hier kommt es darauf an, ob du mit einem Papierschnittbogen (z.B. aus einem Buch) arbeitest, oder mit einem ausgedruckten Schnitt von einem Ebook.

Papierbogen

Pause das Schnittmuster in der von dir gewünschten Größe vom Schnittbogen auf Papier oder Folie ab. Achte darauf, dass du alle Linien und nötigen Markierungen und Hinweise korrekt übernimmst. Schneide die Schnittmusterteile dann aus.

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Ausgedruckter Schnitt

Du kannst die richtige Größe direkt ausschneiden und sparst dir das abpausen. (Dafür musstest du ja vorher den Bogen zusammen kleben.)

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Schnittmuster übertragen auf Stoff

Lege die Schnittmusterteile auf deinen Stoff. Beachte unbedingt den Fadenlauf. Teile, die im Bruch zugeschnitten werden müssen, legst du direkt an der Bruchkante an und schneidest sie doppellagig zu – später kannst du den Stoff aufklappen und hast ein symmetrisches Teil. Teile, die gegengleich zugeschnitten werden müssen (z. B. Ärmel), legst du mit etwas Abstand zur Bruchkante auf den Stoff und schneidest sie rundherum doppellagig aus. So erhältst du zwei spiegelbildliche Teile.

Übertrage alle Markierungen mithilfe von Schneiderkreide, Marker oder Stecknadeln auf den Stoff. Viele Schnittmuster enthalten erst mal keine Naht- oder Saumzugabe. Du musst also selbst rundherum 0,7­–1 cm Nahtzugabe geben, auf der du dann nachher nähst. Als Saumzugabe empfehle ich dir 2–4 cm zuzugeben.

Tipp: Lies dir unbedingt erst einmal die Anleitung komplett durch, bevor du zuschneidest!

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