Es ist mal wieder Zeit, euch mitzunehmen nach Indonesien. Im Rahmen von “Indonesien mit Baby” möchte ich euch heute einen der zahlreichen Tempel vorstellen. Alle anderen Beiträge zu meiner Serie könnt ihr hier aufgelistet finden.

Familienblog Nähfrosch Katja
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Kommt mit mir zum größten hinduistischen Tempel Indonesiens: Prambanan. Eine DER Touristenattraktionen des Landes. Wir besuchten die Tempelanlage bereits bei einem unserer Reisen ohne Sophia, in der typischen affenhitze. Mit einem grade 1-jährigen Kind würde ich den Ausflug so wie wir ihn gemacht haben nicht unbedingt empfehlen. Besonders fand Sophia die Hitze nicht so toll und so erzähle ich halt vom Ausflug vor einigen Jahren.

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Wir fuhren von Surabaya aus zunächst zum See Sarangan, besuchten dort einen Wasserfall und übernachteten dort. Davon erzähle ich demnächst noch ausführlicher. Morgens dann fuhren wir weiter zum Tempel Prambanan. Er steht in der nähe von Yogyakarta (oder wie die Einheimischen sagen Yogya) umgeben von weiteren Tempeln, von denen noch ein weiterer am gleichen Tag auf dem Programm stand damit sich die Fahrerei auch lohnt. Denn fahren auf Java ist nicht wie fahren in Deutschland. Es gibt natürlich asphaltierte Straßen. Auch Autobahn und so weiter. Aber schnell fahren is nicht. Die Straße kann sich zum Beispiel plötzlich in ein riesiges Schlagloch  verwandeln. Oder Baustelle. Oder Stau. Oder oder oder. Jedenfalls braucht man Beispielsweise für eine 400km Strecke nicht wie in Deutschland grob 4 Std, sondern eher so 8-9 Std. Dies ist einer der Hauptgründe, warum ich so einen Ausflug erst mal nicht mit Sophia machen wollte. Jedenfalls waren wir dann am Tempel angekommen, es war noch angenehm bewölkt-schwül und noch nicht knallheiß. Das knallheiße hatten wir uns für den zweiten Tempel aufgehoben, dazu dann später mehr ;)

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Man gelangt durch eine parkähnlich angelegte Straße zum eigentlichen Tempel. Prambanan wurde Mitte des 9. Jahrhunderts errichtet, jedoch bald schon verlassen und dem Verfall preisgegeben. Im 16. Jahrhundert stürzte er während eines Erdbebens ziemlich komplett ein und geriet fast in Vergessenheit. Die Bevölkerung in der Nähe kannte zwar den Tempel, aber wann, warum und unter wem er gebaut wurde war nicht mehr bekannt. So spannt sich ein Netz aus Legenden und Sagen um den zerfallenen Tempel. Im 19. Jahrhundert wurde der Tempel langsam wieder entdeckt. Seit 1918 wird nun versucht, die Anlage so originalgetreu wie möglich wieder aufzubauen. Jedoch wurden Steine des Fundaments zum Bau von Häusern verwendet und niederländische Anwohner stellten sich die Statuen in den eigenen Garten. Das 47m hohe Hauptgebäude steht wieder und kann auch betreten werden.  Darum scharen sich kleine Einzeltempel. Beziehungsweise Steinanhäufungen die mal wieder Einzeltempel werden wollen.  Allerdings werden aufgrund der fehlenden Bausubstanz und natürlich der hohen Kosten nur die Tempelchen wieder aufgebaut, von denen mindestens 75% der Originalteile vorhanden sind.

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Die Tempelanlage wird inzwischen wieder zu einigen Festtagen von den hinduistischen Glaubensangehörigen benutzt. Man kann zum Beispiel bei Wikipedia ein Bild eines Modells des Tempels anschauen. Dort sieht man dass die Tempelanlage einst aus 8 Haupttempeln, sowie 240 einzelnen kleinen Tempeln bestand, alle ordentlich aufgereiht. Sieht sehr beeindruckend aus! Zwischen den Steinanhäufungen kann man sich das garnicht richtig vorstellen, nur dass es groß war/ist, das merkt man natürlich ;)

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Die Anlage besteht aus 3 großen Tempeln für die Götter Shiva, Vishnu und Brahma. Ich glaube der größte ist der Shiva-Tempel, aber ganz sicher bin ich mir nicht ;) Ich finde die Sache mit den Gottheiten sehr spannend, aber ich kann mir nur merken dass es da irgendwie einen Elefant gibt und irgendeiner ist der Zerstörer. Und es gibt so schön verzierte Regenschirme in rot, weiß und gelb oder war es schwarz… und die sind den Göttern zugeordnet.

Prambanan

Ja der Ausflug zum Tempel war sehr schön, wichtig war für uns stets eine Wasserflasche mit rum zu tragen und eine Kappe auf dem Kopf zu haben. Das Klima ist halt schon echt anstrengend, für einen klimaanlagenverwöhnten Hoteleuropäer. Dieses Gefühl wenn du aus dem Auto aussteigst – welches innen selbstverständlich runtergekühlt ist auf gefühlte 10 Grad und in dem du mit Schal sitzt um Halschmerzen vorzubeugen- und dann rennst du gegen eine Wand aus schwüler Hitze. Du kannst fast die Wassertropfen spüren, die in der Luft hängen und bestenfalls knallt noch die Sonne auf dich runter. Wobei ich zugeben muss dass es öfter bewölkt ist.

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Da fällt mir noch was lustiges ein, was garnicht hierher gehört. Im Hotel lief stets eine Frau mit Regenschirm herum. Ich hörte sie beim Frühstück  immer ängstlich fragen, ob es wohl heute Regen geben würde??? Wir haben schon ziemlich grinsen müssen. Der Himmel sieht halt einfach immer so aus wie er aussieht, Regnen tut es trotzdem eher selten wenn nicht grade Regenzeit ist!

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So, ich hoffe euch hat dieser kleine Ausflug gefallen und es ist nicht zu “trocken”. Diesmal ohne Chaoskindgeschichte, denn die gabs ja damals noch nicht. Ein paar Tempel hab ich noch für euch, ein weiterer Hindutempel der direkt an einem Vulkan “klebt”, ein buddhistischer Tempel, den wir im Anschluss an Prambanan besucht haben, und noch ein hinduistischer Tempel am/im Meer. Und natürlich hab ich noch mehr Sachen zu erzählen ;)

Borobudur

Tanah Lot

Besakih

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