Kleine Stoffkunde

Wer selber näht, steht vor einer schier unendlichen Auswahl an Stoffarten. Nach eigenem Geschmack und Vorlieben kann das Nähprojekt individuell umgesetzt werden. Dabei hat jedes Material seine ganz eigenen Eigenschaften, die es zu beachten gilt. Schnell lässt man sich grade als Nähanfänger von den vielen Mustern und den verschiedenen Bezeichnungen ablenken. Damit du dir in Zukunft Frust beim Nähen durch die falsche Stoffwahl ersparst, findest du hier die 60 gängigsten Stoffarten kurz erklärt, von Jersey über Popeline bis Glitzerstoff!

Noch mehr Tipps, Tricks und Tutorials findest du hier.

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Dehnbare und nicht dehnbare Stoffe

Es gibt also verschiedene Stoffqualitäten, von denen jede seien Vor- und Nachteile hat und natürlich gibt es für jede Stoffart das passende Nähprojekt. Im Großen und Ganzen unterscheidet man erst mal zwischen dehnbaren und nicht dehnbaren Stoffen. Allgemein lässt sich sagen, dass Kleidung aus dehnbaren Stoffen meist ohne Reißverschluss oder Knöpfe auskommen, undehnbare Stoffe hingegen brauchen oft einen Reißverschluss oder ein Rock z.B. einen Gummibund und genug Weite damit man rein schlüpfen kann.

Info: Was ist eigentlich Jacquard für eine Stoffart? Der ist so gesehen gar keine Stoffart, sondern beschreibt ein Muster! Mit der Jacquard Technik werden Muster eingewebt oder eingestrickt. Also ACHTUNG: Es gibt Jacquard Webware und Jacquard Maschenware! Hier muss man sich also genau die Bezeichnung durchlesen. Denn z.B. ein Strick-Jacquard oder Jersey-Jacquard ist für Projekte wie Cardigans oder Strickkleider geeignet,  während ein fester Brokat oder Damast mit Jacquard Musterung für ganz andere Projekte (schwerer Vorhang, Tischdecke, Möbelbezug) in Frage kommt!

Nicht dehnbare Webware-Stoffe

Webware bedeutet erst mal ganz einfach, dass der Stoff gewebt wird. Es gibt bei der Herstellung Kett- und Schussfäden, die werden überkreuzt, immer von einer Seite (der Webkante) zur anderen, und wenn man das lange genug macht, entsteht ein Stück Stoff. Die Kettfäden sind die gespannten Fäden (der Fadenlauf!) durch die die Schussfäden gewebt werden.

Info: Unter den Begriff Webware fallen noch mehr Stoffarten als die gängige „Baumwolle“. Baumwolle und Webware sind übrigens nicht dasselbe auch wenn es in vielen Shops synonym verwendet wird. Jersey kann nämlich auch aus Baumwolle sein bzw. Webware aus anderen Fasern!

Es gibt verschiedene Arten, wie man die Fäden miteinander überkreuzen kann, das heißt verschiedene Bindungen die den unterschiedlichen Webwaren ihre Eigenschaften geben. Unterschiedliche Eigenschaften ergeben sich aber nicht nur in der Art der Bindung, sondern eben auch durch die Verwendung verschiedener Fasern oder Mischungen. Webware Stoffe können sich in ihrem Fall und ihrer Dicke/Gewicht sehr stark unterscheiden. Von feinen Voile Stoffen bis zu schweren Brokat mit eingewebten Goldfäden ist alles möglich.

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Typische Webware Stoffe

  • Baumwollwebware (von dünn bis Popeline) besteht (zumindest zu Teilen) aus Baumwollfasern. Dabei ist entscheidend, wie dick oder dünn die verwendeten Fäden gesponnen sind. Popeline ist zum Beispiel recht steif und fest im Griff und eignet sich eher für Hosen oder Jacken, während dünnere Baumwollwebware sich auch gut für Blusen oder leichte Kleider eignet. Auch für Deko- oder Taschenprojekte eignet sich Baumwollwebware hervorragend.
  • Webware Jacquard (z.B. Damast, Brokat, Seiden-Jacquard) Jacquard bezeichnet wieder nur die Musterung, es gibt die unterschiedlichsten Stoffqualitäten für die unterschiedlichsten Projekte.
  • Viskose Webware. Viskose Webware wird manchmal auch als „Kunstseide“ bezweichnet, wird aber aus pflanzlicher Cellulose hergestellt. Sie hat die Trageeigenschaften von Baumwolle! Tipps zum Nähen mit Viskose Webware findest du hier und wie man den flutschigen leichten Stoff am besten zuschneidet erkläre ich hier. Viskose Webware eignet sich super zum Nähen von leichten fließenden Blusen oder Kleidern.
  • (Stretch-)Satin. Es gibt auch Satin mit Elasthan, der wird dann Stretch-Satin genannt und ist etwas fester im Griff. Tipps zum Nähen von Stretch-Satin findest du hier.
  •  Leinen besteht aus Fasern der Flachspflanze. An den Rändern neigt er zum ausfransen und man verwendet ihn gern im Deko Bereich. Doch der kühle Stoff eignet sich auch gut für leichte und robuste Kleidungsstücke, wie Hosen oder Blazer. Leinen ist sehr knitteranfällig.
  • Jeans/Denim. Die typische Musterung von Jeans entsteht durch die Webtechnik, bei der gefärbte und ungefärbten Fäden gekreuzt werden. Jeans ist meistens robust und eignet sich – natürlich – für Hosen oder Jacken. Ist Elasthan beigesetzt, eignet er sich auch für Jeggings. Dünne Jeansstoffe eignen sich auch gut für Kleider.
  • Canvas/Segeltuch ist ein sehr robuster Stoff, der sich gut für Taschen oder im Deko Bereich eignet. Er wird aus starkem Garn gewebt. Auch strapazierfähige Sitzsäcke lassen sich prima daraus nähen!
  • Cord zum Kett- und Schussfaden kommt noch ein Faden hinzu, der in Schlaufen oben raus schaut. Bei Cord werden die Schlaufen dann in unterschiedlichen Höhen aufgeschnitten, so entsteht die typische Rippenstruktur. Normaler Cord hat meist recht breite Rippen, Babycord ist ganz fein gerippt.
  • Velvet/Samt zum Kett- und Schussfaden kommt noch ein Faden hinzu, der in Schlaufen oben raus schaut. Bei Samt werden die Schlaufen dann in einer Höhe aufgeschnitten, so entsteht der weiche Flor. Samt eignet sich für verschiedene Projekte, sowohl im Deko Bereich, als auch für Kleidungsstücke. Es gibt auch Samt mit Elasthan Anteil. Es gibt aber auch Samt aus Maschenware, dann heißt er Wirksamt.
  • Seide ist eine kleine Diva. Die echte Seide wird von Seidenraupen gewonnen und hat ihren Preis. Seide hat tolle Eigenschaften und eignet sich für (Erwachsenen-) Kleidung wie z.B. Blusen oder Kleider. Allerdings ist bei der Pflege Vorsicht geboten, sie darf z.B. nur mit der Hand bei max. 30 Grad gewaschen werden.
  • Voile verhält sich ähnlich wie Viskose Webware, hat etwas mehr Festigkeit und lässt sich einen Tick einfacher vernähen. Sie eignet sich super für leichte luftige Blusen und Kleider.
  • Batist ist ein feiner, aber recht robuster und fest gewebter Stoff, der sich für leichte Kleidungsstücke wie Blusen oder Kleider eignet. Auch Bettwäsche gibt es oft aus Batist.
  • Chiffon ist ein fein gewebter Stoff, der sich zwischen den Fingern ein bisschen wie Sand anfühlt. Das liegt an den in unterschiedlichen Richtungen verdrehten Garnen. Oft ist Chiffon leicht durchscheinend bis durchsichtig. Der elegante, leichte Stoff eignet sich für schön fallende Kleider oder Blusen.
  • Chambray ist ein weicher Stoff, der aus zwei verschiedenfarbigen Garnen gewebt wird und dadurch eine besondere edle Optik erhält. Es gibt ihn meist in kariert oder gestreift und er eignet sich sehr gut für Hemden oder Tuniken.
  • Tüll ist ein netzartiger, feines Gewebe. Es gibt ihn in weich, in hart mit viel Stand, bestickt, mit Glitzer und vielem mehr. Man kann z.B. Gardinen oder einen Tüllrock daraus nähen.
  • Frottee ist ein voluminöses Gewebe mit Schlingen an der Oberseite, das viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Daher werden daraus gerne Handtücher oder Baby Lätzchen gefertigt. Auch als innere Lage für genähte Stoffbinden eignet er sich hervorragend.
  • Musselin/Spucktuch Stoff ist ein feiner, locker gewebter Stoff, bei dem zwei Lagen punktuell miteinander verbunden werden. Durch die Luftpolster zwischen den Lagen fühlt er sich fluffig an. Je mehr man ihn wäscht, desto weicher und krinkeliger wird er. Traditionell findet man Musselin bei Spucktüchern/Windeln. Aber in letzter Zeit wurde es ein richtiger Trendstoff für Babybekleidung oder große Dreieckstücher/Schals.
  • Molton ist ein dickerer, schwererer Baumwollstoff mit matter Optik. Er ist sehr saugfähig und man kann ihn z.B. als Inlay für Stoffwindeln oder Stoffbinden verwenden. Ein Moltontuch kann man bei einem Spuck-Kind auch gut als Unterlage z.B. im Kinderwagen benutzen.
  • Flanell ist ein gewebter Stoff, der durch walken aufgeraut wird und so die typische wärmenden und weichen Eigenschaften erhält. Flanell ist der Stoff, aus dem die typischen karierten „Holzfällerhemden“ sind, aber auch Nachtwäsche oder Bettwäsche findet man aus Flanell.
  • Pique/Pikee ist ein doppellagiges Gewebe, dass so miteinander verbunden ist, dass ein reliefartiges kleines Muster entsteht. Es ist ein eher dickerer Stoff, der traditionell für Polohemden verwendet wird.
  • Seersucker hat gekräuselte Längsstreifen und fühlt sich angenehm kühl an und knittert kaum. Deshalb wird er gern für sommerliche leichte Kleider oder Blusen verwendet, oder für Bettwäsche.
  • Tweet ist ein gröberes Gewebe aus Wolle. Es ist leicht gewalkt und angeraut, so dass er sehr schmutzabweisend ist.  Er eignet sich je nach Stoffstärke für Jacken, Mäntel, Hosen und Kleider.

Dehnbare Maschenware Stoffe

Die zweite große Stoffgruppe sind die Maschenwaren. Hier wird der Faden zu einer Schlinge gelegt, in die wieder eine Schlinge gelegt wird und so weiter. Der Stoff wird also mit Maschen gebildet (gestrickt) und nicht gewebt. Dadurch erhält Maschenware eine höhere Elastizität also Dehnbarkeit als Webwaren.

Die Babyhose RAS oder die Kinderhose RAS näht man mit dehbaren Stoffen. Die perfekten Einsteigerprojekte!

Bei Maschenwaren kann man zwischen Strickwaren und Wirkwaren unterscheiden. Der Unterschied besteht darin, dass bei Strickwaren eine Masche nach der andern gebildet wird, ob auf Maschinen oder per Hand mit Stricknadeln, Wirkwaren dagegen können nur maschinell hergestellt werden. Hier werden mit einem oder mehreren Fäden mehrere Maschen auf einmal gebildet. Dadurch ist Wirkware weitestgehend Laufmaschenfest. (Nylon für Strumpfhosen ist zum Beispiel eine Wirkware!) In den Eigenschaften und der Optik ähneln sich Strickwaren und Wirkwaren sehr.

Maschenware kann als Meterware oder als Schlauchware (ist z.B. bei Bündchen üblich!) hergestellt werden.

Erfahre hier, wie man Bündchenware zu endlos langen Streifen schneiden kann! (Mit Video!)

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Typische Maschenware Stoffe

Jersey

Jersey ist der typische dehnbare Stoff um zuhause Kleidung, besonders auch  Babykleidung zu nähen. Bei Jersey sollte man immer auf das Gewicht und den Fall achten, da es da erhebliche Unterschiede gibt und sich die Qualitäten für unterschiedliche Projekte eigenen.

  • Single Jersey hat eine rechte und eine linke Seite, ist oft dünner (weil nur Einfädig) und neigt an den Seiten zum einrollen.
  • Baumwolljersey ist meist etwas griffiger.
  • Double Jersey ist dicker als Single Jersey weil er aus zwei Fäden gestrickt wird.
  • Interlock hat zwei rechte Seiten und ist dicker als Single Jersey.
  • Jacquard Jersey hat nach Jacquard-Art Muster eingestrickt.
  • Romanit Jersey/Punto di Roma hat einen schweren Fall, meist einen leichten Glanz und ist recht robust, gut für Hosen oder Etuikleider!
  • Viskose Jersey ist flutschig dünn, hat einen sehr weichen, fließenden Fall der sich für leichte Kleider oder drapierte Shirts eignet.
  • Modal Jersey der dicker als Viskose Jersey aber ähnlich weich im Fall ist.

Sweat

Sweat ist ein super Stoff, da er sich wesentlich weniger einrollt als so manch ein Jersey. Vor allem in der kühleren Jahreszeit erfreut er sich großer Beliebtheit. Doch es muss nicht immer ein dicker Hoodie sein, wie wäre es mal mit einem Sweat Blazer zum drüber werfen oder einer Shorts aus Sommersweat?

  • Sommersweat ist auf der Rückseite nicht angeraut und somit dünner als Sweat.
  • French Terry bezeichnet die gleiche Stoffart wie Sommersweat.
  • (Winter-)Sweat ist auf der Rückseite angeraut und somit weich, fast schon kuschelig auf der Innenseite.

Strick

So bezeichnet man allgemein die Stoffe, die „wie gestrickt“ aussehen. Also meist mit größeren Maschen, und meistens ribbeln sich diese Stoffe an den Schnittkanten gern auf.

  • Feinstrick sieht sehr fein und schick aus. Er hat meist einen weichen Fall und eignet sich hervorragend für leichte Cardigans, Strickkleider oder ein edles Strick-Shirt. Auch Accessoires wie Mützen sehen aus Feinstrick sehr gut aus!
  • Grobstrick bezeichnet die Strickstoffe, die etwas derber daher kommen. Mit einem Pulli aus Grobstrick könnte man auf der Weide die Schafe hüten oder Holz hacken oder so. Er eignet sich perfekt für gröbere Cardigans im angesagten Oversize Look, warme Pullis oder auch mal eine angesagte Kissen Hülle!
  • Bouclé ist ein Strickstoff „mit Knötchen“. Daraus kann man tolle Jäckchen oder Blazer nähen, oder auch mal einen (Mini) Rock!
  • Strick-Fleece sieht auf der rechten Seite aus wie Gestrickt, auf der linken Seite ist er angeraut wie ein Fleece Stoff. Eignet sich gut für dickere Hoodies oder „Sweatjacken“.

Bündchenware

Gibt es meistens als Schlauchware in unterschiedlichen Breiten. Bündchen benutzt man für Ärmel oder Saumbündchen oder um einen Ausschnitt einzufassen. Inzwischen gibt es oft auch fertig gestrickte Bündchenstücke, sogenannte „Cuffs“ mit tollen Mustern, die man direkt annähen kann.

Erfahre hier, wie man Bündchenware zu endlos langen Streifen schneiden kann! (Mit Video!)

Softshell

Softshell besteht aus mehreren Lagen, von denen die äussere Wind- und Wasser abweisend ist. (Nicht zu verwechseln mit „wasserdicht“!) Trotzdem ist Softshell luftdurchlässig und Feuchtigkeit wird von innen nach aussen durch gelassen. Aus Softshell kann man tolle (Funktions-)Jacken und Mäntel nähen, da er sich sehr gut tragen lässt.

(Bade-)Lycra

Lycra ist ein besonders elastischer Stoff. Es gibt ihn mit oder ohne UV-Schutz, je nach Stoff kann also z.B. UV-Schutz-Kleidung für den Sommer daraus genäht werden. Aus Badelycra näht man Badekleidung, bei der Verarbeitung ist zu beachten, dass man spezielles Badegummi für alle Ränder (z.B. an den Beinausschnitten der Hose) benutzt, da dieses für Chlor- und Salzwasser geeignet ist.

UV-Shirt oder Surfshirt nähen.

Es können aus Lycra auch Sportkleidungsstücke genäht werden. Weil Lycra hoch elastisch ist, sind die Schnittmuster für Lycra in der Regel kleiner als das Körpermaß. Das heißt das Kleidungsstück ist kleiner und „man dehnt sich rein“, damit es wirklich körpernah sitzt. Einen schlabberigen Badeanzug will schließlich niemand. Deshalb sind Schnittmuster für Lycra und Jersey nur bedingt austauschbar.

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Nicki/Nicky/Minki

Nicki ist ein samtiger Stoff, den man gerne mal mit weichen Baby Stramplern oder gemütlicher Homewear Kleidung in Verbindung bringt. Nicki bietet das weiche Gefühl von Samt, hat aber gleichtzeitig die Dehbarkeit, die Kleidungsstücke so bequem macht.

Fleece

Fleece wird meist aus Polyester hergestellt, z.B. recycelten PET Flaschen, oder Baumwolle. Er hat eine Art Flor, der sich weich anfühlt. Der Stoff wärmt und wird gern für Überzieh-Pullover oder Decken verwendet. Es gibt verschiedene Arten von Fleece: Antipilling Fleece (welcher kaum verfilzt), Baumwollfleece, Softshell-Fleece, Strickfleece, Doubleface Fleece (zweilagig) oder Wellness/Alpen Fleece (extra weich, die Rückseite ist fast wie ein „Fell“). Leider scheint Fleece für die Umwelt besonders schlecht zu sein. Bei jedem Waschgang lösen sich winzige Partikel (Microplastik), die von den Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können. Diese Kunststoffpartikel landen direkt in den Weltmeeren.

Andere Stoffarten

Außer Webwaren und Maschenwaren gibt es noch so ein paar „spezielle“ Stoffarten, die sich in keine Kategorie einordnen lassen. Dazu gehören gefilzte Stoffe oder beschichtete Stoffe, sowie Leder, Kunstleder und Leder Alternativen.

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  • Outdoorgewebe/Regenjackenstoff/Tactel/Taslan sind „technische“ Gewebe aus Kunstfasern, deren Eigenschaften durch bestimmte Verfahren herausgearbeitet wurden. Sie eignen sich z.B. für Outdoor- oder Regenkleidung.
  • PUL Stoff ist ein mit Polyurethan beschichteter Stoff, der damit wasserdicht gemacht wird. Oft werden gewirkte Stoffe beschichtet, die dehnbare Eigenschaft bleibt dabei weitestgehend erhalten. Das Material kommt ursprünglich aus dem Medizinbereich. Er ist robust, strapazierfähig, bedingt atmungsaktiv und übersteht viele Wasch- und Trocknergänge. Er eignet sich als äussere Lage für Stoffwindeln oder Stoffbinden oder als Matratzenauflage.
  • Filz besteht aus ungeordneten, nicht verwebten Fasern, die (nass oder trocken) verfilzt werden. Es gibt Wollfilz (aus Naturfasern) und Kunstfilz. Letzterer wird gern zum besticken verwendet. Filz kann man zum Beispiel für Utensilos oder Bastelprojekte verwenden.
  • (Woll-)Walk/Loden ist ein wasserabweisender, winddichter Stoff, der aus einem Gewebe durch „walken“ hergestellt. Dabei wird das Gewebe in Seifenwasser gedrückt und geknetet, bis die Webstruktur nicht mehr sichtbar ist. Aus Walk kann man wärmende Mäntel oder Capes nähen, oder Babyanzüge für draussen.
  • Gekochte Wolle ist wie der Name schon sagt, Wollstoff, der bei heißen Temperaturen gewaschen wird und so seine Struktur verändert. Gekochte Wolle ist sehr schmutzabweisend und eignet sich gut für Mäntel oder Jacken.
  • Wachstuch ist dicker als beschichtete Baumwolle und ist wasserdicht. Es gibt Wachstuch, bei dem man auf der Rückseite die Struktur des lockeren Fadengewebes sieht, oder Wachstuch mit einer vliesartigen Abseite. Mit Wachstuch kann man Taschen und Accessoires nähen, die viel Stand haben.
  • beschichtete Baumwolle nennt man einen Baumwollstoff, der auf der rechten Seite wasserabweisend beschichtet wurde. Es gibt beschichtete Baumwolle in unterschiedlichen Qualitäten, z.B. mit dickerer oder dünnerer Beschichtung, glänzend oder matt. Mit beschichteter Baumwolle kann man z.B. Taschen oder Utensilos nähen. Man kann übrigens auch selbst Webware beschichten, z.B. mit echtem Bienenwachs und erhält so ein Bienenwachstuch z.B. zum Frischhalten von Nahrungsmitteln statt Frischhaltefolie!
  • LKW Plane/Fancy Canvas ist ein dick mit PVC beschichtetes Gewebe. Das Material hat meist eine Dicke von ca. 0,5 cm und ist unter der Nähmaschine mitunter sehr störrisch. Es ist sehr robust und reißfest, wird gerne für stabile Taschen verwendet.
  • Leder ist ein Naturprodukt. Je nach dicke ist es unter der Nähmaschine auch mit Ledernadel nur schwer zu verarbeiten, vor allem wenn mehrere Lagen aufeinander treffen. Aus Leder werden oft Taschen oder Accessoires genäht. Dünnes geschmeidiges Leder wird oft für Puschen (Baby Krabbel Schuhe) verwendet.
  • ReLeda ist recyceltes Leder. Reste aus der Möbel oder Schuhindustrie werden geschreddert und mit Latex neu gepresst. Aus diesem modernen formstabilen Material kann man z.B. Taschen und Accessoires ganz leicht nähen.
  • Kunstleder gibt es in vielen Farben und Musterungen, in geschmeidig oder fester. Es handelt sich um beschichtetes Gewebe. Kunstleder wird z.B. für Taschen verwendet, da es sich leichter vernähen lässt als echtes Leder. Für Kleidung ist es nur bedingt geeignet, da es nicht atmungsaktiv ist.
  • SnapPapp/Kulörtexx/Kreativpapier/veganes Leder/Waschpapier Das Material hat viele Namen, aber eines haben sie alle gemeinsam: sie sind ein veganes Produkt, eine Kombination aus Papier und Stoff. Sozusagen waschbares, knautschbares Papier. Es lässt sich leicht vernähen, beplotten und eignet sich z.B. für Taschen und Täschchen, oder zum hinterlegen von Ösen an Kleidungsstücken.
  • Korkstoff hat ähnlich wie Kunstleder eine Rückseite aus Gewebe und lässt sich leicht verarbeiten. Es ist ein veganes Naturprodukt und eignet sich prima für Taschen und (Wohn-)Accessoires wie z.B. Tischsets.
  • Tafelstoff
  • Mirror Fabric/Spiegelstoff hat eine spiegelnde Oberfläche und eine Vlies Abseite. Eignet sich für Taschen und Täschchen als Hingucker.
  • Glitzerstoff nun ja glitzert. Aus ihm lassen sich ebenfalls Taschen und Täschchen nähen.
  • (Wende-)Pailletten Stoff ist meist aus Tüll, auf dem Pailletten oder Wendepailletten aufgenäht sind. Es gibt aber auch andere Webstoffe, die mit Pailletten oder Perlen verziert sind.
  • Stepper Bei Stepper werden mehrere Lagen punktuell miteinander verbunden. Dabei kann es sein, dass eine Oberseite einfach nur mit voluminösem Vlies verbunden ist, oder noch eine „Rückseite“ dabei ist.

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