15 Ideen um genähte Kleidung zu „verzieren“ für Jungs

Tüddeln für Jungs

Da näht man ein tolles Stück und dann ist man noch nicht abschließend zufrieden, irgendwas fehlt! Irgendwas noch drauf vielleicht? Bei Mädchen klatscht man einfach eine Schleife irgendwohin oder näht eine Rüsche an. Doch wie kann man Genähtes für Jungs „betüddeln“, „tunen“ oder „pimpen“? Hier gibts Inspiration und Tipps, genauer gesagt 15 Ideen für das „verzieren“ von Jungs Kleidung!

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Mixen

Das Mixen von verschiedenen Stoffdesigns, Streifen, Punkten oder Uni Stoffen bietet sich natürlich als „einfachste“ Art zu Tüddeln besonders an. Gerne auch mal verschiedenfarbige Ärmel, die Restekiste dankt. ;) Den Trotzkopf auf dem Bild mit den blauen Ärmeln könnt ihr hier genau sehen.

Trotzkopf

Denkt beim Mixen auch mal an ein kontrastfarbenes Bündchen! Oder ein geringeltes Bündchen. So kann man ein sonst schlichtes Shirt aus Uni oder z.B. Streifen Stoff zum richtigen Hingucker werden lassen. Kommt besonders auch bei Schnitten mit amerikanischem Ausschnitt gut zur Geltung, wie z.B. dem Freebook Regenbogenbody (zu finden hier im Freebook Verzeichnis), das auch als Shirt genäht werden kann. (Hier gehts zum Beitrag über das Sorgenfresser Sommertop!)

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Am Bündchen kann man über der Naht übrigens prima ein kleines Stück kontrastfarbenen Jersey mit fassen, der eben die Naht verdeckt. Auch ein geschickt ausgeschnittener Musterstoff bringt hier einen tollen Akzent! (Sie Bild unten: geringeltes Shirt mit schwarzem Bündchen und kleinem Stück Türkis drauf, hier im Blog näher beschrieben)

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Oder wie wäre es mal mit verschiedenfarbige Bündchen an Ausschnitt und Ärmeln? Einfache Maßnahmen mit großer optischer Wirkung. Und man kann die Restekiste mal ordentlich durchwühlen. ;) Sowas geht natürlich mit allen Schnittmustern, wie wäre es mal mit dem „Zipadoo“ Hoodie oder dem „Basic Shirt“ aus dem Freebook Verzeichnis?

Teilungen

Ein Schnittmuster mit mehreren Teilungen läd natürlich zum Stoffmixen ein. Wenn kein Schnitt mit Teilungen vorhanden ist, kann man auch selbst nach Lust und Laune Teilungen einfügen. Dabei das Schnittmuster einfach nach Belieben teilen und Nahtzugabe geben nicht vergessen! Das süße Boote Shirt habe ich hier im Blog schon vorgestellt.

Boot Shirt Bali 008

Das ganze funktioniert natürlich längs oder quer oder schräg, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange die Naht elastisch bleibt. Besonders bei einer Querteilung ist die Overlock Pflicht, da die Naht beim anziehen sonst in der Breite nicht genug nachgeben würde! Das Shirt mit Streifen und Erdbeeren könnt ihr hier ganz genau sehen.

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Ärmel kann man auch prima Teilen, indem man die oft vorhandene Markierung für die kurzen Ärmel als Teilungslinie hernimmt. Bei Hosen gibt es manchmal in Höhe der Knie eine Teilung! Wie wäre es z.B. mit dem Freebook Hose „Freesa“? Oder eine lustige runde Teilung am Poppes wie bei dem Freebook „Monkeypants“ oder der „MiniMoon“ aus dem Freebook Verzeichnis. Die blaue Hose mit den Dreiecken beschreibe ich hier genauer.

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Auch bei Jacken gibt es viele tolle Teilungen, die zum Teil in den Schnitten schon enthalten sind oder leicht selbst gemacht werden können. Im Freebook „JaWePu“ (JAcke-WEste-PUlli) zum Beispiel sind schon viele Teilungen enthalten. Zur kuscheligen Jacke vom unteren Bild gehts hier entlang zum Beitrag!

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Schöne Schnittmuster für Shirts mit Teilungen sind zum Beispiel die Freebooks „Trotzkopf“ oder der „MixMeBoy“, oder die interessante Rückenteilung beim „Bethioua“. Auch die Hosen Schnittmuster „Hose Motti“ oder „MaxiBix“ sind geteilt, alle bequem zu finden im großen Freebook Verzeichnis.

Taschen

Taschen sind eine super Möglichkeit, um genähte Klamotten zu pimpen! Egal ob Hose oder Shirt, Taschen passen in allen möglichen Formen eigentlich immer drauf. Bestimmt liegt irgendwo noch eine alte Jeans mit der man schon immer etwas nähen wollte? Einfach die Tasche abtrennen und irgendwo drauf nähen. Wer das Nashorn Shirt mit der Tasche näher betrachten will, bitte hier entlang.

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Eine kleine aufgesetzte (Fake-) Brusttasche zum Beispiel! Auch eine Bauchtasche am Shirt oder der Hose in der man beide Hände vergraben kann bietet sich zum pimpen an. Auf die Tasche kann man z.B. auch noch eine Applikation drauf machen oder ein Detail aus einem Stoff ausschneiden und aufnähen. Den Strampler mit Shirt und dem Waschbär habe ich damals für Alex genäht…

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Fake Taschen sind schnell genäht und „stören“ nicht. Einfach aufnähen und den „Eingriff“ mit zu nähen. Dann muss man sich keine Gedanken machen über das „Innenleben“ der Tasche. Ein Bündchen könnte man am Fake-Eingriff vorher auch anbringen.

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Vorlagen für aufgesetzte Taschen kann man sich schnell und einfach selbst zeichnen. Dabei immer ein bisschen an der Größe der Hand des Kindes orientieren, oder an Taschen aus anderen Schnittmustern. Freebook Schnittmuster mit tollen Taschen sind zum Beispiel die „Frida“, „Freesa“ oder die „Hose Motti“, zu finden im Freebook Verzeichnis. Bei der blauen Hose habe ich einfach aus einer alten Jeans die Tasche ausgeschnitten und etwas verkleinert. Hier gehts zum Artikel dazu! Und hier zum Fisch Shirt mit Bauchtasche vom Bild unten.

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Ziernähte

Mit Ziernähten lassen sich Jungs- (und Mädchen-) Klamotten super verzieren. Schau doch mal an deiner Nähmaschine, sicherlich findest du den ein oder andern Stich der sich dafür eignet! Zum Beispiel der Fake-Coverlock-Stich oder auch ein großer Zickzack! Bei der blauen Hose habe ich mich dahingehend mal wieder ausgetobt.

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Wenn man eine Coverlock hat, kann man die natürlich auch drüber laufen lassen. Einfach kontrastfarbenes Garn rein, und z.B. die Raglanärmel nachnähen! Oder mit der Overlock ein Teil erst „umrunden“ bevor man es aufnäht! (Siehe unteres Bild, orange gestreifter Teil. Genauer hier im Artikel zu sehen.)

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Webband

Ja, auch bei typischen Jungs Klamotten kann man Webband aufbringen! Es gibt so tolle Webbänder, ob nur mit Sternen oder Punkten die egal in welche Richtung aufgenäht werden können, oder lustige Muster bei denen man die Richtung beachten muss.

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Ganz prima kann man einfach längs auf ein Shirt ein Webband von oben nach unten auf dem Bruch aufnähen. (Zum Shirt oben bitte hier entlang zum Blogartikel!) Quer geht nicht über die ganze Breite, denn Webband ist nicht elastisch! Das heißt es geht schon, aber nur bei Oberteilen die aus undehnbarem Stoff genäht werden wie Hemden oder Jacken!

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Kleine Webbandstücke können auch quer aufgenäht werden, zum Beispiel am Saum! Entweder wie bei dem roten Shirt quer, darunter lässt sich ein nicht ganz sauberer Anfang-Ende-Übergang einer Coverlock Naht verstecken. ;) (Hier gehts zum Blogartikel für das rote Shirt.) Oder wie manchmal bei Kaufshirts ein kurzes Webband Stück unten um den Saum herum gefaltet. Genauso eignen sich übrigens fertige kleine Aufnäher, die es manchmal zu kaufen gibt.

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An Taschen lassen sich auch sehr gut Webbandstücke aufnähen, bevor man die Tasche auf dem Kleidungsstück aufbringt. Auf dem Bild seht ihr eine so verzierte Po-Tasche, zum Artikel dazu gehts hier entlang! Kleine Webbandstücke können auch gefaltet unter Applikationen heraus schauen, oder unter Taschen! Die Stücke dürfen dann nur nicht zu lang sein, damit man nicht hängen bleibt. An Alex erstem Strampler habe ich an der Appli ein paar angebracht, hier schreibe ich mehr dazu.

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Bei einem Raglanschnitt kann man Webbandstücke über die Raglannähte nähen! Die Stücke dürfen nicht zu lang sein, sonst stören sie bei der Bewegung. Aber einige Zentimeter machen ordentlich was her und sind eine tolle Art, ein Shirt für Jungs zu betüddeln und die farbenfrohen Webbänder einzusetzen! Kostenlose Schnittmuster mit Raglanärmeln für Kinder sind z.B. „Bethioua“, „Regenbogenbody“ und „BasicPulli“, ihr findet die beiden im Freebook Verzeichnis.

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Wendepailletten

Bauchstreicheln für Alle! Wendepailletten sind definitiv nicht nur was für Mädchen. Es gibt so coole Patches, die auch Jungs jeden Alters gefallen. Einfach auf der Umrandung des Patches entlang aufnähen! Ich habe für den besseren Halt vorher noch beidseitig klebendes Applizier-Vlies aufgebügelt, von links. So hält der Patch über die ganz Fläche und nicht nur am Rand, ganz genau erkläre ich das hier. Oder man schneidet sich selbst speziellen Wendepailletten-Stoff (Meterware) zurecht und appliziert diesen.

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Plotten

Das Tüddeln für Jungs schlechthin. Man sucht sich eine Datei aus, läd sie in das Programm seines Plotters und dieser schneidet dann die eingelegte spezielle Folie (Flex, Flock oder Folien mit Effekten) zurecht. Hat man alle Teile aus den verschiedenen Farben geplottet, kann man sein Motiv nach und nach aufbügeln bzw. aufpressen. (Zum Sommertop unten findet ihr hier den Blogartikel.)

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Die Folien gibt es in unendlich vielen Farben, coolen Farbverlauf-Designs oder Mustern sowie mit speziellen Effekten wie z.B.  mit Glitzer (Regentropfen! gruseliger Drache!), Reflektor-Folie, Vintage Folie, Chamelion Folie,… Die Dino-Drachen unten auf dem Bild glitzern jedenfalls um die Wette! Mehr zu diesen Shirts erzähle ich hier.

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Und Dateien mit tollen Motiven findet man natürlich auch wie Sand am Meer. Hier sei mal Kleine Göhre erwähnt, von ihr plotte ich die meisten Dateien weil ich sie einfach schön finde und sie eine Wahnsinns Auswahl hat. Auch der Mann kommt da hin und wieder in den Genuss! Zum Männershirt mit Surferplott erzähle ich hier mehr.

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Wer noch nach Tipps zum Plotten sucht, dem sei Plottermarie ans Herz gelegt, bei ihr auf Facebook oder auf Youtube findet ihr zu echt jedem Thema ein geniales Video. Eva (die die Videos macht) durfte ich vor kurzem persönlich kennenlernen und es war mir eine große Freude!!! (Den Blogartikel zu dem blauen Shirt mit Surfer Plott findet ihr hier.)

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Sticken

Sticken für Jungs? Echt jetzt? Ja na klar! Wer eine Stickmaschine besitzt, darf sie ruhig auch für Jungs rattern lassen. Es gibt ganz tolle Dateien, die auch kleinen und großen Buben gefallen werden. Der Dachs hat jedenfalls sowohl Sophia als auch Alex sehr gefallen, mehr zu den gelb türkisen Shirts erfahrt ihr hier im Blog.

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Gerne sticke ich Dateien von Lollipops for Breakfast oder die besonderen Designs von Kerstin Bremer. Entweder voll gestickte Motive, oder wie hier die Planeten im Appli-Look, bei denen man mit Stoffen und Mustern spielen kann. (Zu den Pullis auf dem unteren Bild erzähle ich hier mehr!) Auch ruhig mal eine Folie vom Plotten als Appli-Stoff auflegen! Eine Kombination aus Sticken und Plotten: Ploitery! Damit erzielt man geniale Effekte, hier könnt ihr es an einem Einhorn für Sophia sehen.

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Ich sticke meistens auf einem Stoff und appliziere die ganze Stickerei dann (mit einem Zierstich). So umgehe ich eventuell vorhandenen Fadensalat auf der Innenseite des Kleidungsstücks. Man kann aber auch einfach ein Vlies aufbügeln auf die Innenseite, dann ist das Problem auch behoben. Wissenswertes über Vliese und deren Einsatzmöglichkeiten sowie viele praktische Tipps von mir findet ihr hier. Und den Schorsch Wutz Strampler für den kleinen Zwerg könnt ihr hier in voller Pracht sehen!

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Paspel

Ob gekauft oder mit einem Streifen Jersey und Kordel (oder ohne) selbst gemacht, Paspel lässt sich an vielen Stellen zum Betüddeln einsetzen. Bei Schnittmustern mit Teilungen kann eine Paspel beim zusammen nähen mitgefasst werden, wie hier beim Trotzkopf. Hier habe ich einfach einen Streifen Jersey (oder war es Bündchen?!) gefaltet und die gefaltete Kante etwas zwischen den Stofflagen durchblicken lassen beim zusammen nähen. Ohne Kordel, denn quer muss das Teil ja elastisch bleiben.

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Und wieder bietet sich der Raglanschnitt an, an den schräg verlaufenden Ärmelnähten kann prima eine Paspel als Kontrast zwischengefasst werden! (Ich weiß, auf dem Bild ist meine Tochter zu sehen, aber der Pulli wäre definitiv auch was für Jungs oder???)

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Applizieren

Wer keine Stickmaschine zur Hand hat, der Appliziert! Entweder nach einer Vorlage, oder man entwirft selbst ein Motiv. Die ganz Einfache Variante ist dabei, einfach Formen auszuschneiden und mit Applizier-Vlies aufzubügeln und zu umnähen, so wie bei dem Stern auf Alex Hose.

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Auch mehrere Lagen übereinander sehen gut aus, wie hier bei Kreis-mit-Stern. Es eignen sich auch hervorragend Buchstaben, oder Zahlen für ein Geburtstagsshirt! Zu dem Shirt mit Ananas erzähle ich hier im Blogartikel mehr.

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Bei Alex Geburtstagsshirt für den 1. Geburtstag habe ich mir eine schöne Schriftart gesucht, die 1 groß ausgedruckt und das Papier sorgfältig als Vorlage ausgeschnitten. Nach dieser Vorlage habe ich dann aus alter Jeans mit etwas Zugabe ringsum die 1 ausgeschnitten, und dann nochmal aus einem blauen Stoff. Das ganze dann der Reihe nach aufeinander bügeln und umnähen. Im Falle der 1 habe ich die letzte Lage mit einem knalligen Neon-Orange und dickem 3-fach-Geradstich aufgenäht. Mehr zu dem Shirt erfahrt ihr hier!

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Bei diesem Shirt habe ich ein Motiv des Stoffs genutzt. Einfach ausschneiden, mit Vlies bebügeln, aufbügeln und dann ein paar mal mit Geradstich umnähen. Ein „schlampiger“ Look, wie gezeichnet. Manche Stoffe liefern die passenden Applis auf der Webkante auch gleich mit als Teil des Designs, wie hier beim Popcorn Shirt!

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Und dann ist da natürlich die Königsdisziplin des Applizierens. Detailreiche Motive aus zahlreichen einzelnen winzigen Stückchen werden zu grandiosen Applis zusammengesetzt. Wer ganz geschickt ist, gibt dem Motiv noch einen richtigen 3D Effekt durch das aufmalen von Schatten mit Stoffmalstiften. Ganz so krass drauf hab ich das Applizieren (noch?) nicht, aber mein Kaktus ist doch schon mal ganz nett geworden.

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Patches an Ärmeln oder Knien

Noch eine einfache Art Jungs Klamotten zu verzieren sind natürlich aufgenähte Patches! An den Ellenbogen oder an den Knien geben diese „Flicken“ einem genähten Kleidungsstück einen schönen Look, wie hier der Pulli auf dem untern Bild. Einen Patch kann man ganz einfach selbst „kreiren“, es ist ja nur ein Oval. Die Position herauszufinden ist etwas tricky, beim Ärmel ist jedenfalls drauf zu achten, dass der Patch eher auf die Rückseite und nicht ganz mittig gehört. Beim Knie Flicken eher etwas tiefer ansetzen, da die Hose beim hinknien ja etwas hoch rutscht und der Patch sonst zu hoch wäre.

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Man kann den Patch erst mit der Overlock umnähen und dann aufnähen, oder mit einem Zierstich oder der Coverlock umranden. Ein X kann man natürlich auch noch dekorativ oben drauf nähen! Oder man näht die Flicken einfach mit dezentem Geradstich auf, für einen ganz andern Look. Das habe ich bei dieser kleinen Pumphose „Frida“ gemacht.

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Ich behandele Patches immer wie eine Appli und bebügel den Patch erst mal mit doppelseitig klebendem Appliziervlies bevor ich ihn aufbringe. So hält der Flicken dann auf der ganzen Fläche und nicht nur entlag der Naht am Rand. Tipps zu Vliesen findest du übrigens hier bei mir, und den Pulli auf dem unteren Foto findest du hier in voller Pracht.

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Knopfleiste

Knöpfe, auch so ein Klassiker beim Pimpen von Kleidungsstücken oder? Aber ja, echte oder fake Knopfleisten kann man ruhig als Stilelement zum verzieren einsetzen! Entweder näht man ganz simpel einen Streifen auf und dann Knöpfe drauf, oder man näht eine richtige Knopfleiste an Shirt oder Hose, wie hier bei dieser Hose auf dem Bild.

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Freebook Schnittmuster mit Knopfleiste sind zum Beispiel der „BasicPulli“ oder das Poloshirt „Kim“, zu finden im großen Freebook Verzeichnis.

Kragen

Gehört meistens irgendwie mit Knopfleiste zusammen, ich nehme die Pimp-Variante „Kragen“ aber als Extra Punkt in die Liste mit auf. Ein Shirt mit Polokragen macht echt was her! Den Kragen kann man entweder mit Vlies stabilisieren, oder ohne Vlies wie hier bei dem Shirt von Alex nähen.

 

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Polokragen sieht einfach total Schick aus! Natürlich fallen auch Hemden in die Kragen Kategorie. Das Shirt auf dem Bild ist genäht nach dem Freebook „Poloshirt Kim“ aus dem Freebook Verzeichnis, ausserdem findet ihr dort auch noch das Schnittmuster „Hemd“.

Ösen und Kordel

Auch so ein Klassiker, das verwenden von Ösen und Kordeln. Macht sich gut zum Beispiel am Bündchen einer Hose, wie hier auf dem Bild der Kinderhose RAS. Da habe ich keine Kordel verwendet, sondern einfach eine schwarze Jerseynudel, also einen Streifen Jersey der sich durch ziehen einrollt. Unter die Ösen gehört auf alle Fälle immer irgendeine Verstärkung! Ich bügle meist von links ein kleines Stück Vlies auf, und von rechts entweder ein Stück stabilen Stoff wie Jeans oder Canvas, oder ich benutze SnapPapp und co.

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Bei Kordeln muss man natürlich immer an die Strangulationsgefahr denken, das muss ich hier einfach der Vollständigkeit halber auch erwähnen. Ich persönlich lasse bei den Kindern Kordeln immer nur ganz kurz und nähe sie auch irgendwo fest. Bei der Hose oben zum Beispiel geht die Jerseynudel nur zu einer Öse rein und zur andern gleich wieder raus. Damit das nicht durch rutscht, ist der Jersystreifen in der Mitte zwischen den Ösen mit ein paar Stichen fixiert.

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Tja nun habe ich nur Bilder von mir als Beispiele! Vielleicht kann ich die ja demnächst durch Jungs-Werke ersetzen. Kordeln und Ösen machen sich nämlich nicht nur an Hosen gut, sondern auch an Pullis, Hoodies und Kapuzen generell. Man kann sie traditionell vorne hin setzen, wie auf dem oberen Bild. Oder man macht hinten an der Kapuze einen lustigen „Ausguck“ für die Kordel. So einen „Ausguck“ kann man als Stilelement auch zum Beispiel am Bündchen einer Hose oder sogar an einem Hoodie unten am Bauchbund anbringen!

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SnapPapp und co.

Veganes Leder, Kreativpapier, SnapPapp, der Kram hat viele Namen, aber ich glaube ihr wisst was ich meine. Mit diesem waschbaren Material, das es in verschiedenen Farben gibt, lassen sich Jungs Klamotten hervorragend verzieren! Unter Ösen kann man z.B. ein Stück aufnähen das gleichzeitig als Verstärkung dient, wie hier bei der Kinderhose RAS.

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Abgesehen von der Nutzung unter Ösen, kann man kleine Motive aus SnapPapp auch überall auf der Kleidung aufnähen. Sorry, da hab ich jetzt nur ein „Mädchen-Beispielfoto“! ;) Zum Beispiel einfach in Brusthöhe irgendein „Wappen“, man kann das Material ja sogar beplotten oder mit Stoffmalstiften verzieren. Oder man näht ein kleines Dreieck ans Ende einer Knopfleiste, das verstärkt die Stelle direkt auch noch und sieht gut aus. Kleine Label kann man aus dem Material auch machen und überall aufnähen, zum Beispiel am Saum oder um den Saum herum geschlagen!

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Mama Katja

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TÜDDELN FÜR JUNGS! Mädchen klatscht man einfach eine Schleife irgendwohin oder näht eine Rüsche an. Doch wie Genähtes für Jungs „betüddeln“, „tunen“ oder „pimpen“? Hier gibts Inspiration und Tipps, genauer gesagt 15 Ideen für das „verzieren“ von Jungs Kleidung!
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Über den Autor:

Ich heiße Katja und lebe mit Mann und meinen Kindern Sophia (*2013) und Alex (*2016) im Rhein-Main-Gebiet. Obwohl ich diplomierte Mathematikerin bin, liebe ich es zu schreiben und zu nähen. Das ist mein kreativer Ausgleich zum turbulenten Leben mit den kleinen Chaoten!

6 Comments

  1. Katja 17. Juli 2018 um 15:18 Uhr - Antworten

    Oh toll, danke für die Zusammenstellung. Da nehme ich für das nächste Shirt für meinen sohn ein paar ideen mit.
    LG, Katja

  2. Simone Szlachta 18. Juli 2018 um 6:53 Uhr - Antworten

    Danke für die tolle Ideensammlung.
    Toll sind auch noch Negativapplikationen, nähmalen für lässige Applis oder auch Kordeln, bzw Bänder in beliebiger Form oder Buchstaben aufnähen.
    Lg Simone

  3. Sandra U. 19. Juli 2018 um 11:02 Uhr - Antworten

    Die Sammlung finde ich ganz wunderbar. Ich bin im selbst nähen noch nicht so erfahren, peppe aber gerne Kaufshirts auf, auch da sind für mich ein paar tolle Ideen dabei.
    Viele Grüße
    Sandra

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